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Mädchen am PC
© pixabay.com

In der öffentlichen Diskussion wird oftmals der schleppende Abruf von Fördermitteln für die Digitalisierung der Schulen kritisiert. Die Stadt Offenbach teilt deshalb mit, dass die ihr zustehenden Mittel aus dem „Digitalpakt Schule“ vollständig beantragt sowie alle Aufträge für die Umsetzung der Arbeiten und Anschaffungen vergeben wurden. Entsprechend schreitet der Einbau von W-LAN und die Anschaffung von digitalen Medien voran. Das Stadtschulamt ist trotz der Widrigkeiten während der Corona-Pandemie im Zeitplan. „Vieles haben wir bereits erreicht und umgesetzt“, teilt Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß mit. „Aber es liegt noch einiges an Arbeit vor uns, um die Schulen nach den neuesten digitalen Standards auszurüsten. Mit unseren Entscheidungen der letzten zwei Jahre haben wir Grundsteine gelegt. Mit der finalen Beantragung aller Fördermittel konzentrieren wir uns jetzt auf die weitere Umsetzung.“

Zunächst standen 9.679.936 Euro der Stadt Offenbach zur Verfügung. Erweitert wurde der Betrag um 2.027.811 Euro für die Anschaffung von Tablets für Schüler. Für die Ausstattung der Lehrkräfte mit solchen Endgeräten wurde der Betrag nochmals um weitere 1.081.730 Euro aufgestockt. Insgesamt 12.789.477 Euro stehen somit für die Digitalisierung der Offenbacher Schulen zur Verfügung. Investiert wird in die IT-Infrastrukturen durch den Aufbau der Glasfaserleitungen innerhalb der Schulgebäude in Verbindung mit der Einrichtung eines flächendeckenden W-LAN. Die äußere Anbindung aller Schulen an das Glasfasernetz hatte die Stadt bereits 2019 besorgt. Zusätzlich ist es notwendig, alle Klassenräume mit digitalen Tafeln in LED Technik auszustatten und ein Ticketsystem für die Schulen zu installieren. „Trotz der beachtlichen Fördersumme können wir nicht immer alles umsetzen was wir möchten oder die Schulen sich wünschen“, teilt der Projektleiter des Digitalpakts, Norman Jahn, mit. Aber wir kommunizieren offen welche Entscheidungen wir als Kommune getroffen haben. Was wir genau beauftragen und was eben nicht geht machen wir stets transparent.“

In Offenbach hat sich das Stadtschulamt schon früh dazu entschlossen, beim Beantragen und Einsetzen der Mittel mit dem heimischen staatlichen Schulamt und den Schulen zu kooperieren. In enger Abstimmung sollten die Bedürfnisse der Einrichtungen erörtert und eine Planung erstellt werden. Das Hauptaugenmerk der Offenbacher Schulen richtete sich dabei auf den Ausbau des W-LAN und Glasfasernetzwerkes sowie in Folge der Ausstattung aller Klassenräume mit digitalen Tafeln. Rund 4,9 Millionen Euro werden für die Beschaffung und Montage von insgesamt rund 900 elektronischen Tafeln vom Land und Bund bereitgestellt. Das entspricht rund 51 Prozent der zur Verfügung stehenden Gesamtsumme aus dem ursprünglichen Digitalpakt für Offenbach.

„Mit Abschluss des W-LAN-Glasfaserausbaues an der Leibnizschule ist der größte Meilenstein für den Ausbau der Offenbacher Schule gesetzt“, betont Thomas Löhr, Amtsleiter des Stadtschulamtes. Derzeit gehe es gleichzeitig mit mehreren innerstädtischen Schulen weiter. „Den weiteren Schritten steht somit nichts im Weg. Im Laufe des Jahres 2022 werden die Arbeiten und Ausstattungen an allen Offenbacher Schulen abgeschlossen sein.“

Bildinformation:

Das Foto zeigt einen Server an der Leibniz Schule. Foto: Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 23. Juli 2021