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Kabelsalat
Unser Symbolbild zeigt einen (Elektro-)Sicherungskasten. Da fließt natürlich kein W-Lan durch, sondern nur Strom. © pexels/pixabay
Offenbach gehört zu den wenigen Schulträgern in Hessen, die bereits alle Schulen an das Glasfasernetz angebunden und so mit schnellem Internet versorgt haben. Mit der superschnellen Bandbreite von 1 Gigabit sind alle Schulen in der Lage, nach dem Ausbau des W-LAN-Netzes dieses auch pädagogisch sinnvoll einzusetzen. Die Anbindung ans schnelle Internet war wichtige Voraussetzung für den weiteren Einbau digitaler Infrastruktur mit dem Geld aus dem sogenannten „Digitalpakt“. „Wir haben die Mittel aus diesem Förderprogramm von Bund und Land sofort beantragt und auch als erste Stadt in Hessen einen Bewilligungsbescheid für die Leibnizschule erhalten“, berichtet Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. „Inzwischen haben wir auch weitere Bescheide für die anderen Schulen erhalten. Mit dem Geld richten wir vorrangig W-LAN-Netzwerke in den Schulen ein.“

An der Leibnizschule ist die Einrichtung des W-LAN-Netzes mittlerweile gut vorangekommen. Insgesamt sind allein für dieses Gymnasium insgesamt rund 480.000 Euro an Fördermitteln eingeplant. In der europaweiten Ausschreibung konnte die Stadt ein renommiertes Unternehmen aus Bad Soden-Salmünster gewinnen, das bereits für andere Schulträger den Ausbau von W-LAN-Netzwerken begleitet. In der Leibnizschule werden nun mehr als 40 Kilometer Leitungen verlegt, über 60 Verteiler gesetzt und am Ende stehen mehr als 140 Accesspoints für die Nutzung zur Verfügung. „Weil sich in der digitalen Infrastuktur Standards und Leistung schnell verändern, rüsten wir die W-LAN-Netze so aus, dass sie auch zukünftig in Umfang und Leistung erweitert werden können. Die Offenbacher Schulen erhalten dann ein störungsfreies, leistungsstarkes und sicheres Netzwerk, das nach individuellen Anforderungen konzipiert werden kann“, so Weiß weiter.  Nach Abschluss der Arbeiten werden alle vom Förderprogramm geforderten Schulbereiche mit einem W-LAN nach den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums versorgt sein. Auf diese Weise schafft die Stadt die Voraussetzungen, damit Schulen neue pädagogische Konzepte für die Digitalisierung der Bildung erfolgreich umsetzen können. Dadurch entsteht die Möglichkeit, moderne Medien in den Klassenzimmern und digitale Unterrichtsbausteine zu nutzen. „Der Zugang zu medialen Bildungsressourcen wird nicht mehr auf den Computerraum begrenzt sein, sondern findet direkt im Unterrichtsraum statt.“

Als nächstes stehen die Albert-Schweitzer-Schule für 380.000 Euro, die Rudolf-Koch-Schule für 320.000 Euro und die Gewerblich-Technischen-Schulen mit 250.000 Euro an. In den nächsten Chargen ab Januar 2021 folgen dann die weiteren Schulen beginnend mit der Erich-Kästner-Schule, Eichendorfschule, Goetheschule und Schillerschule. Dabei orientiert sich die Reihenfolge eher an der Lage der Schule als an deren Schulform. Damit soll erreicht werden, dass die Firma in einer anderen Schule weiterarbeiten kann, wenn die Arbeiten in einer Einrichtung aufgrund des dort laufenden Unterrichts oder anderer Notwendigkeiten kurzfristig ruhen müssen. „Auf diese Weise verhindern wir einerseits Störungen des Unterrichts und andererseits Verzögerungen im Zeitablauf für die weiteren Schulen.“ Die Umsetzung des Programmes ist derzeit trotzt der Corona-Umstände im Zeitplan und soll im Dezember 2022 abgeschlossen werden. Zu diesem Stichtag sollen alle Offenbacher Schulen mit einen flächendeckend W-LAN versorgt sein.

Die baulichen Fortschritte sind nach Angaben des von der Stadt beauftragten Unternehmens sehr stark von den jeweiligen Strukturen vor Ort abhängig. So gestalten sich zum Beispiel Bohrungen oder Leitungsführungen an zum Teil 150 Jahre alten Gebäuden oftmals unerwartet kompliziert. Durch eine ständige Anpassung der Arbeiten vor Ort in Abstimmung mit den Schulleitungen können diese immer wieder fortgesetzt werden. Diese Zusammenarbeit ist notwendig, da während des laufenden Schulbetriebs gearbeitet werden muss. Die reinen Arbeiten in den Ferien würden die Umsetzung zum Stichtag der Fördermittel gefährden. „Unser Zeitplan ist ambitioniert, aber notwendig, weil die Stadt als Schulträger die Offenbacher Schulen nach der erfolgten Anbindung an das Breitband-Internet auch schnellstmöglich mit W-LAN-Netzen ausstatten will. Wenn wir das geschafft haben, haben die Offenbacher Schulen die besten Voraussetzungen für den digitalen Unterricht.“ Hierzu bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Schulleitungen, Bauleitungen und dem Stadtschulamt. „Unser Dank gilt den Schulleitungen, welche uns hier massiv unterstützen“, so Weiß. „Nur durch dieses Miteinander sind solche Projekte umsetzbar.“

 

Offenbach am Main, 8. Dezember 2020
Kabelsalat pexels/pixabay
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