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Die vhs Offenbach hat in der Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung in den Jahren 2016-2020 das Vorhaben „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“ umgesetzt. Nadira Korkor hat als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte die Transparenz bei den Bildungsangeboten für diese Personengruppe erhöht, Angebotslücken kenntlich gemacht, geholfen diese zu schließen und die Vernetzung in dem Bereich verbessert.

„Ziel des Projektes war, die Bildungsangebote für Neuzugewanderte passgenauer aufeinander abzustimmen, ein Zusammenwirken aller lokalen Bildungsakteure zu erreichen und damit die Zugänge zu unserem Erziehungs- und Bildungssystem zu verbessern. Das ist das Fundament für eine gelingende Integration“, erläutert Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.

Denn Offenbach ist mit 140.000 Einwohnern eine wachsende Stadt, in der Zuwanderung bekanntlich kein neues Phänomen ist. Im Gegenteil: Offenbach als „Arrival City“ übernimmt seit vielen Jahren für die Region wichtige Integrationsaufgaben und in Kitas, Schulen und Erwachsenenbildung enorme Anstrengungen, um die Bildungschancen von Migrantinnen und Migranten zu verbessern. „Insbesondere bei den hier geborenen Kindern aus Migrantenfamilien gibt es auch bemerkenswerte und nachweisbare Erfolge im Bildungsverlauf. Durch den seit einigen Jahren verstärkten Zuzug aus Süd-/Osteuropa, vor allem aus den EU-Ländern Polen, Bulgarien, Rumänien, Kroatien und Griechenland, ist aber eine neue Situation entstanden, auf die wir uns auch auf dem Bildungssektor noch besser einstellen müssen“, so Paul-Gerhard Weiß. Offenbach habe zwar keine Flüchtlingszuweisungen, aber dennoch vermehrt „Seiteneinsteiger“, also Neubürger, die zumeist ohne Deutschkenntnisse in unserem Bildungssystem ankommen und in dieses integriert werden müssen.

Nadira Korkor hat die Situation der Neuzugewanderten, ihre Bildungsbedarfe und Zugangswege zu den Bildungseinrichtungen im Projekt in den Blick genommen. Aus den von ihr zu Beginn geführten Gesprächen mit Bildungsakteuren vor Ort hatten sich bereits wichtige Handlungsfelder ergeben.

Im Bereich der Sprachförderung ging es z.B. darum, den Neuzugewanderten eine bessere Übersicht über die Vielfalt der Angebote zu verschaffen und ihnen zu helfen, das für sie passende zu finden. Im Handlungsfeld Ehrenamt wurde mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach ein Projekt entwickelt und umgesetzt, das neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler im Unterricht durch eine ehrenamtliche Lernbegleitung zur Erreichung ihrer schulischen Bildungsziele unterstützt. Ein weiteres wichtiges Vorhaben war die „Elternorientierte Bildungsarbeit“, die Auswahl, Qualifizierung und der Einsatz von „Bildungsvermittlern“, die Eltern in verschiedenen Herkunftssprachen über das deutsche Bildungssystem und seine Übergänge (z.B. Grundschule/weiterführende Schule) informieren. Ziel hierbei war auch, Eltern bei der Bildungsbegleitung ihrer Kinder zu stärken, um somit die Bildungschancen der Kinder zu verbessern. Weitere Informationen zu den genannten Handlungsfeldern finden sich unter den untenstehenden Kacheln.

Die Projektstelle war zunächst auf zwei Jahre, bis 2018, befristet. Sie wurde bis 30.11.2020 verlängert. Finanziert wurde die Projektstelle an der vhs durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Programm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugwanderte“.

Logo Bundesministerium für Bildung und Förschung
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. © BMBF/DLR
Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement
© Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement

Mehr Informationen zu den Projektergebnissen