Sprungmarken
Suche
Suche

Verschwörungstheorien haben in der politischen Geschichte der letzten 200 Jahre immer wieder eine wichtige Rolle gespielt. Angesichts der Corona-Pandemie ist das Phänomen nur besonders augenfällig geworden. Mit diesem Thema beschäftigt sich der Vortrag „Die große Verschwörung: Botschaften von der Rückseite der Moderne“ am Freitag, 21. Januar, um 18:30 Uhr im Haus der Volkshochschule Offenbach, Berliner Straße 77. Dr. Oliver Marc Piecha, der sich als Historiker unter anderem mit der Kultur- und Ideologiegeschichte des frühen 20. Jahrhunderts beschäftigt, klärt ein paar grundsätzliche Zusammenhänge und Kategorien in Sachen "Verschwörung", stellt Theorien vor und ordnet das Phänomen historisch ein.

Fast jeder kennt Fälle von Menschen aus dem weiteren oder engeren Umfeld, die behaupten, eine ganz eigene Wahrheit hinter der Realität zu kennen. Solche Verschwörungstheorien können schnell beängstigend werden. So fremd und neu wie es derzeit manchmal scheint ist das Phänomen jedoch nicht. Andererseits scheint das Phänomen im Zeichen des Medienwandels immer weiter um sich zu greifen: Aber ist es dank Internet im "postfaktischen" Zeitalter nur sichtbarer geworden, oder hat sich qualitativ etwas verändert? Geheimwissen hat der Referent nicht zu bieten – Beispiele etwa aus dem Zusammenhang mit "Covid-19" machen aber deutlich, wie Verschwörungstheorien funktionieren – und was das eigentlich Bedrohliche an ihnen ist. Es geht um den Kern des Phänomens: Die Zukunft der Demokratie, den Zusammenhalt der Gesellschaft und um Angst.

Im Anschluss an den Vortrag moderiert vhs-Leiter Dirk Wolk-Pöhlmann eine Frage- und Diskussionsrunde zum Thema des Abends.

Das ist eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN, eine Zusammenarbeit von vhs und DGB. Der Vortrag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist unter Angabe der Kursnummer T1046VO erforderlich an www.vhs-offenbach.de oder unter der Rufnummer 069 8065 3141.

13. Januar 2022