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Kleiner Trick, große Wirkung! Im Wörterbuch wird regelmäßig ein neues Wort aus der digitalen Welt erklärt. Zudem finden Sie nützliche Tastenkombinationen, mit denen Sie am PC oder Laptop schneller ans Ziel kommen. Sie nutzen vor allem das Handy/ Smartphone? Mit einigen Bewegungen lässt es sich leichter steuern!

Wörterbuch

Was heißt eigentlich…?
Regelmäßig wird hier ein neues Wort aus der digitalen Welt erklärt.

Server

Server, umgeben von geöffneten Laptops. Auf einem Bildschirm ist ein Keks
Client-Server-Modell © sandra_schoen/Pixabay CC0/bearbeitet

Ein Server (Englisch „Bediener“) ist ein Programm, das einem anderen Programm, dem Client (Englisch „Kunde“) eine Dienstleistung (Englisch „Service“) anbietet. Server und Client tauschen Informationen aus. Der Client stellt eine Anfrage und der Server antwortet. Es gibt verschiedene Typen von Servern. Webserver stellen zum Beispiel Internetseiten bereit. Der Client bittet den Server um die Anzeige einer Internetseite. Die Dienstleistung des Servers besteht dann darin, die Informationen an den Client zu senden, damit dieser die Internetseite sehen kann. Neben Webservern gibt es auch reine Daten-Server, E-Mail-Server, Drucker-Server und viele mehr. Wenn wir im Internet unterwegs sind, haben wir meistens mit mehreren Server-Typen zu tun. Wir besuchen eine Internetseite (Webserver) und laden eine Datei herunter (Daten-Server). Diese Datei senden wir vielleicht mit einer E-Mail weiter (Mail-Server).

Cookies

runder Keks mit Schokostücken
© Midora, Pixabay/CC0

Ein Cookie (deutsch: Keks) ist eine kleine Textdatei, die der Server einer von Ihnen besuchten Webseite an Ihren Browser (Chrome, Firefox, Edge, Safari etc.) sendet. Mit dem Cookie erkennt der Server Ihren Browser beim nächsten Besuch der Webseite wieder, denn es ist wie im richtigen Leben: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Wenn Sie bei der Suche in einem Online-Geschäft nach bestimmten Produkten suchen, die Seite verlassen, wiederkehren, um weiter zu nach Produkten suchen, diese vergleichen usw. wird jedes Mal ein Sitzungs-Cookie angelegt, der die Benutzerdaten mit dem Inhalt der Anfrage in einem Cookie zusammengefasst in Ihrem Browser ablegt. Dies vereinfacht dem Server, Sie wiederzuerkennen; zwar nicht als Person, aber mit Ihren Browserdaten. Durch wiederholtes Suchen nach ähnlichen Inhalten an einem Ort kann der Server der besuchten Webseite ein Nutzerprofil anlegen, mit dem dann personalisierte Angebote auf der Webseite platziert werden können.

Was können wir tun? Zum einen können Cookies abgelehnt werden. Das hat allerdings oft zur Folge, dass bestimmte Funktionen der besuchten Webseite nicht verfügbar sind. Zusätzlich können Sie im Browser einstellen, dass Cookies beim Beenden einer Sitzung gelöscht werden.

Browser

Der Browser (sprich: Brauser) ist ein Programm, das uns Inhalte des Internets in Text, Bild und Ton übersetzt. Wörtlich übersetzt (Englisch „to browse“) bedeutet der Begriff nicht etwa “duschen“, sondern “blättern“. Wir browsen, also blättern, durchs Internet.

Wie beim Begriff “Server“ (Erklärung "Server" siehe oben im Wörterbuch) erklärt, tauschen Server und Client Informationen aus. Wir sind in der Regel als Clients im Internet unterwegs, weil wir Dienste der Server in Anspruch nehmen. Unsere Computer, Tablets oder Smartphones melden sich mit dem Browser bei einem Server, z.B. mit der Bitte, eine bestimmte Webseite anzuzeigen. Geschieht dies in korrekter Form, also in der korrekten Programmsprache und nach korrektem Protokoll (das sind Anweisungen, was wie wohin übertragen werden soll), beantwortet der Server die Anfrage mit dem Anzeigen der Webseite. Es kommen, je nach Inhalt, viele unterschiedliche Programmsprachen und Übertragungsanweisungen zum Einsatz. Der Austausch spielt sich sehr schnell und für uns unsichtbar im Browser ab. Die Funktion des Browsers ist es also hauptsächlich, den Programm-Code eines Internet-Inhalts für uns sichtbar und hörbar zu machen. 

Seitenquelltext/Normalansicht einer Webseite @offenbach.de
Seitenquelltext/Normalansicht einer Webseite @offenbach.de © vhs Offenbach

Auf dem geteilten Beispielbild zeigen wir auf der linken Seite die Webseite “Digital? Geht ganz einfach!“ so, wie sie das Browserprogramm “sieht“ – auf der rechten Seite sehen wir die Seite, wie sie vom Browser “übersetzt“ wurde.

Die bekanntesten Browser-Modelle sind Microsoft’s Edge, Mozilla’s Firefox und Google‘s Chrome. Es gibt viele mehr. Mit dem Browser können Sie auch besuchte Seiten und die Wege bzw. Verbindungen dorthin (Hyperlinks, Weblinks oder kurz: Links) als Favoriten oder Lesezeichen speichern. Browser haben übrigens eine Vorliebe für Cookies (Erklärung "Cookies" siehe oben im Wörterbuch). Wenn wir es nicht in den Einstellungen verbieten, “essen“ (speichern) unsere Browser alle Cookies, die ihnen von Servern “geschenkt“ werden.

QR-Code

Ein QR-Code ist ein visueller Code, der mit einer Kamera-App oder einer QR-Code-App gelesen werden kann. QR ist eine Abkürzung für “Quick Response“, was so viel wie “Schnelle Antwort“ bedeutet. Der QR-Code funktioniert wie der Bar-Code an der Supermarkt-Kasse, nur, dass beim QR-Code Punkt- statt Strichmuster verwendet werden und in zwei Richtungen gelesen werden können. Der QR-Code kann deshalb mehr Zeichen enthalten. Zum Beispiel kann der Link (also die Adresse) zu dieser Webseite hier in einen QR-Code umgewandelt werden. Als Bild kann der Code auf einer Webseite, im Programmheft der Volkshochschule oder als Werbeplakat an einer Bushaltestelle dargestellt werden. Der Vorteil ist, dass Sie die Webseite nicht erst mit einer Suchmaschine suchen müssen. Sie benötigen eine QR-Code-App oder Sie nutzen die QR-Code-Funktion Ihrer Smartphone-Kamera. Neuere Modelle bringen diese Funktion mit. 

Smartphone liest (scannt) QR-Code
Smartphone liest (scannt) QR-Code © Open-Clipart-Vectors Pixabay CC0 (bearbeitet)

Auf dem Bild finden Sie den QR-Code zur Webseite “Digital? – Geht ganz einfach!“. Probieren Sie es gleich selbst einmal aus. Öffnen Sie die Kamera-App Ihres Smartphones und fokussieren Sie den angezeigten QR-Code. Wenn der QR-Code erkannt wird, so zeigt Ihnen das Smartphone eine Schaltfläche zum Öffnen der Webseite mit Ihrem Smartphone-Browser (Erklärung "Browser" siehe oben im Wörterbuch). Das geschieht dann automatisch.

Nützliche Tastenkombinationen

Statt sich mühsam durchzuklicken, lassen sich viele Ziele mit einer bestimmten Tastenkombination einfacher erreichen. Solche Abkürzungen nennt man „Shortcuts“. Hier wird regelmäßig eine neue Tastenkombination vorgestellt.

Kopieren und Einfügen

Es gibt Situationen, da möchten Sie einen Ordner oder einen Teil eines Textes oder ein Bild einfach nur schnell kopieren und an einem anderen Ort wieder einfügen. Wer mit beiden Händen gern auf der Tastatur bleibt, kann Zeit sparen.

Dazu einfach das Objekt (Bild, Textteil, Datei, Ordner, Programm) markieren, dann die Tastenkombination wählen:

Computertastatur mit Markierungen auf Taste Strg und Taste C
Schritt 1 © vhs Offenbach

Schritt 1: Strg + C für Kopieren (Steuerung + C = Kopieren (auf Englisch "copy")

Objekt kopieren:
1. Textstellen markieren durch Anklicken und Ziehen
2. Taste >Strg< mit einem Finger drücken und halten
3. Taste >C< mit einem anderen Finger einmal kurz drücken

Computertastatur mit Markierungen auf Taste Strg und Taste V
Schritt 2 © vhs Offenbach

Schritt 2: Strg + V für Einfügen (Steuerung + V = Einfügen)

Objekt einfügen:
1. Markieren (durch Anklicken)
2. Taste >Strg< mit einem Finger drücken und halten
3. Taste >V< mit einem anderen Finger einmal kurz drücken

Rückgängig machen und Wiederherstellen

Die Tastenkombinationen (Shortcuts) mit der Taste “Steuerung (Strg) + …“ sind vielfältig. Sehr brauchbar sind die Funktionen für die Aktionen “rückgängig machen“ und “wiederherstellen“. Auf manchen Oberflächen existiert kein direkter Befehl/ Befehlsknopf zum Rückgängig-Machen einer Aktion. Um diesen nicht lange in Menüs suchen zu müssen, versuchen Sie die Kombination “Strg + Z“. Damit können Sie eine versehentlich aus einem Ordner gelöschte Datei wiederherstellen oder eine Textformatierung, z.B. falsche Farbe, wieder rückgängig machen. Entscheiden Sie sich doch wieder für die erste Aktion, so wählen Sie “Strg + Y“ und stellen den ursprünglichen Zustand wieder her.

Dieses Vorgehen funktioniert auf einer deutschsprachigen wie auf einer internationalen Tastatur, wobei die Tasten unterschiedlich angeordnet sind. So sind die Tasten die Tasten Z und Y auf einer englischsprachigen Tastatur exakt umgekehrt wie auf einer deutschsprachigen.

Computertastatur mit Markierungen auf Taste Strg und Taste Z
Rückgängig machen © vhs Offenbach

Rückgängig machen

1. >Strg< mit einem Finger drücken und halten.

2. Mit einem anderen Finger einmal auf >Z< drücken und die Funktion >rückgängig machen< auslösen.

Computertastatur mit Markierungen auf Taste Strg und Taste Z
Aktion wiederherstellen © vhs Offenbach

Aktion wiederherstellen

1. >Strg< mit einem Finger drücken und halten.

2. Mit einem anderen Finger die >Y< Taste drücken und die Funktion >vorwärts/wiederherstellen< auslösen.

Auf einer Standard-Tastatur existiert die Strg-Taste doppelt. Sie hat die gleiche Funktion und soll die Bedienung erleichtern. Auf Laptops finden Sie in der Regel nur eine Strg-Taste.

Tastaturlayout umstellen

Es geschieht nicht selten: Sie drücken auf einen Bindestrich auf der Tastatur, er erscheint aber nicht, sondern ein > / < (Slash). Und statt des >Y< erscheint ein >Z<.

Was ist passiert?

Wir geraten in Eile häufig unabsichtlich auf bestimmte Tasten oder Kombinationen. In diesem Fall ist es die Kombination >ALT< + >UMSCHALT<. Mit dieser Kombination wird zwischen den Sprachen des Tastaturlayouts gewechselt – allerdings nur dann, wenn mehrere Eingabesprachen in Windows eingestellt wurden.   

Computertastatur mit Markierungen auf Taste ALT und UMSCHALT-Taste
Eingabesprache Tastaturlayout umstellen © vhs Offenbach

Eingabesprache Tastaturlayout umstellen

  1. >ALT< mit einem Finger gedrückt halten.
  2. Mit einem anderen Finger einmal auf >UMSCHALT< drücken und die Tastatur-Eingabesprache ändern

Auf einer Standard-Tastatur wie auch auf einer Laptop-Tastatur existiert die UMSCHALT-Taste in der Regel doppelt. Sie hat die gleiche Funktion und soll die Bedienung erleichtern. Die ALT-Taste ist nur einmal vorhanden.

Textverarbeitung: Das geschützte Leerzeichen

Leerzeichen in Texten dienen dazu, einzelne Wörter voneinander zu trennen. Ist ein Text im Blocksatz formatiert, so ist er links und rechts gerade abgeschnitten wie in einem Buch oder wie die Texte auf dieser Webseite hier.

Texte, die viele Informationen in Klammern und Fußnoten enthalten, weisen im Blocksatz häufig große freie Flächen zwischen Wörtern auf, die aussehen, als seien zu viele Leerzeichen gesetzt worden. Diese Flächen werden Sperrflächen genannt und sind, trotz ihrer Größe, jeweils nur ein einziges Leerzeichen. Die folgende Abbildung enthält einen Wörterbuch-Eintrag mit großen Sperrflächen (gelbe Markierung).

Textauszug zu Zoom-Geste (ganzer Text unter "Wischen auf dem Handy" unten)
Zoom-Geste © vhs Offenbach

Um diese Sperrflächen zu verkleinern, löschen Sie das Leerzeichen zwischen den Wörtern, sodass diese verbunden sind.  Die folgende Abbildung zeigt dieses Vorgehen:

Computertastatur mit Markierungen auf Taste ALT, UMSCHALT- und Leertaste
Das geschützte Leerzeichen © vhs Offenbach
  1. Drücken sie zunächst >Strg< und >UMSCHALT< gleichzeitig mit einem oder zwei Fingern der linken Hand und halten diese gedrückt.
  2. Drücken Sie dann mit der rechten Hand einmal kurz auf die >Leertaste<, um das geschützte Leerzeichen einzufügen.

Dieses Vorgehen muss auf jede einzelne Sperrfläche angewendet werden.

Wischen auf dem Handy

Wischen und weiter? So einfach geht das mit dem Smartphone! Hier werden regelmäßig neue Handbewegungen vorgestellt.

Zoomen oder "Die Zwei Finger Geste"

Der Begriff “Zoomen“ kommt aus der Kameraaufnahmetechnik und meint, das beobachtete Objekt zu vergrößern. Bei berührungsempfindlichen Bildschirmen (Touch-Displays) kann dies, statt mit Tastatur- oder Mausbefehlen, einfach mit Hand-Gesten und Finger-Gesten erledigt werden. Die "Zwei Finger Geste" ist neben dem Wischen eine der hilfreichsten Gesten. Wie das genau geht, zeigt dieses Video:

Scroll-Geste

Der Begriff >Scrollen< ist, wie viele Fachbegriffe im Computerbereich bzw. der Informationstechnologie (IT), ein Kofferwort. Er setzt sich zusammen aus den Begriffen >Screen< (Bildschirm) und >roll< (rollen). Textdokumente oder Webseiten können sehr umfangreich sein.

Um auf einer Seite schnell von oben nach unten zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können die Maus oder die Tastatur einsetzen.

Auf Laptops können Sie auch das >Touchpad< einsetzen. Ein Touchpad ist ein Feld (pad) auf dem Laptop-Gehäuse, das für Berührung (touch) empfindlich ist. Die Gesten funktionieren auch einem berührungsempfindlichen Bildschirm (Touch-Screen) und damit auch auf einem Smartphone-Display.

Computertastatur mit Touchpad
Scroll-Geste © vhs Offenbach

Scroll-Geste

Beide Fingerspitzen gleichzeitig auf das Touchpad auflegen und gleichzeitig nach oben bzw. unten bewegen. Bei längeren Inhalten beide Finger loslassen, neu ansetzen und die Geste nach Bedarf wiederholen.