Sprungmarken
Suche
Suche

Titel
© Urban Media Project
Es ist, wie es ist: Dieses Jahr stellt uns alle vor ganz besondere Herausforderungen, es appelliert an unsere Geduld und Solidarität und fordert Verzicht. Viele von uns werden im Sommer 2020 keine klassischen Ferien planen oder sich mit Vorfreude auf Fernreisen einstimmen.
Umso wichtiger ist es, den Urlaub daheim so angenehm und erholsam wie möglich zu gestalten. Sieben besondere Ausflugstouren in, um und mitten durch Offenbach, bieten sich an, die Vielfalt der Stadt neu zu entdecken – ihren Charakter, den Wandel und das ungeahnte, so reichhaltige Grün. Die erste Tour führt geradewegs in Offenbacher Stadtgeschichte/n: Vom Isenburger Schloss in das Kulturkarree, über das Deutsche Ledermuseum hin zu den prunkvollen Villen des Westends und den Skulpturen im Dreieichpark kann man Historie entspannt nachvollziehen und gleichzeitig einen herrlichen Spaziergang machen. Die zweite Tour widmet sich dem kulturellen Leben am Fluss, das in den vergangenen Jahren in Offenbach am Main einzigartig aufblühte. Das Schönste an dieser Route ist ihre unglaubliche Vielfalt. Man kann sie problemlos allabendlich in Angriff nehmen und doch wird sie sich immer aufregend anders anfühlen und Wellen wie Herzen höher schlagen lassen. Eine weitere Tour führt durch die Innenstadt und an den beliebten Wilhelmsplatz. Wer dort das Angebot an Kulinarik in Augenschein, auf den Teller oder in den Kochtopf nimmt, stillt mögliches Fernweh über die Freude am Genuss internationaler Speisen. Der Wandel des Szene-Viertels Nordend steht im Fokus einer kleineren Radtour, die zwischen Taunusstraße und Kaiserlei kreativen Einzelhandel, ein wunderbares Märktchen und überdies ein ganz neues Quartier erspäht. Während man diese Touren immer auch problemlos zu Fuß begehen kann, empfehlen wir für „Raus aufs Rad“ eben dieses zu gebrauchen. Glücklicherweise ist das Ausleihen von Fahrrädern und Pedelecs inzwischen nahezu allerorten möglich, so dass der Start von überall erfolgen kann. Ob ganz gemütlich durch den Wald in Richtung Käs- und Obermühle oder am Fluss entlang zu Weiher und weißem Schloss – es gibt fantastische Radwege, die es innerhalb kürzester Zeit erlauben, die Großstadt und den Trubel hinter sich zu lassen. Dazu gibt es auch dieses Jahr tolle Angebote für Kinder, die sich in den Ferien nach Abwechslung, Action und Abenteuer sehnen. So bieten zum Beispiel Waldzoo, Wetterpark, Kinder- und Jugendfarm oder die Stadtranderholung ideale Freiräume zur Entfaltung. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke verrät darüber hinaus seine eigene Ferientour, in der er ganz persönliche Lieblingsorte und -aktivitäten mit den Offenbacherinnen und Offenbachern teilt. Alle Touren verbindet im Kern die Liebe zu Offenbach, zu Sehenswürdigkeiten, kulturellen Ereignissen, kulinarischen Genüssen, zu neuen Radwegen und rauen Ecken, zu internationalem Charme und nicht zuletzt zu der natürlichen Schönheit entlang und rundherum des Mains. Es sind Vorschläge für tägliche Erholung und Anreize zu sportlichen Betätigungen an der frischen Luft. Nehmen Sie die Einladung der Stadt wahr, Urlaub in Offenbach zu machen – Tagesausflüge, von denen man sich einfach mal überraschen lässt! Offenbach am Main bietet wahrlich eine Menge an Abwechslung und Faszination. Jetzt ist die Zeit für „Main Zuhause“ – auf viele alte und neue Glücksmomente!

Urbanität: Neues Nordend – kreativ wachsend

Die neu angelegte Fahrradstraße ist Ausgangspunkt unserer gemütlichen Spazierfahrt durch das urbane, sich ständig wandelnde Nordend. In der Taunusstraße haben wir also ab sofort auf zwei Rädern Vorrang. Vorbei an liebevoll dekorierten Läden für Regionales und Schmuckdesign biegen wir links in Richtung Goetheplatz. Hier hat sich seit Jahren die „afip!“ etabliert – ein Kunstraum, der regelmäßig zu Tango, Jazz- Konzerten, Jam Sessions und Poetry Slams seine Pforten öffnet. Dazu sorgt das Märktchen jeden Donnerstag für zusätzliche Belebung des Platzes. Hier kann regional und bio eingekauft und eine Bratwurst auf die Hand verspeist werden. Das anschließende Glas Wein zum Feierabend ist längst zum Kult erwachsen. Im Stadtteilbüro Nordend serviert Tante Mina zu Märktchen-Zeiten schmackhafte Wraps und leidenschaftlich gebrühten Kaffee, was ein weiterer Grund wäre, die Tour auf einen Donnerstag zu terminieren. Vom Goetheplatz fahren wir dann die Bernardstraße Richtung Kaiserlei und bestaunen den Wandel des Nordends mit eigenen Augen: An dieser Stelle entsteht das Goethequartier mit rund 350 Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten und einer Kindertagesstätte. Die Gebäude sind mit Innenhöfen und öffentlichen Durchgängen versehen, die ein neues Viertel im Viertel begründen. In Sichtweite erblickt man aktuell eine Großbaustelle, die ebenfalls ein neues Stadtviertel erschließt. Am „Vitopia Kampus Kaiserlei“ entstehen Wohnungen, Geschäfte, öffentlicher Raum und ein neues Hotel. Beeindruckt von der gigantischen Fläche des Neubau-Areals fahren wir schließlich mainwärts zur ehrwürdigen Heyne-Fabrik, die das alte Nordend repräsentiert und sogleich das Herzstück der Krea- tivität im Kiez bildet. Zwischen 1896 und 1914 von den Gebrüdern Heyne gebaut, bietet die Fabrik als hessisches Kulturdenkmal Heimat für Agenturen, Start-ups, IT, Mode und Kommunikation. Wer jetzt mal eine Pause braucht, kann im gegenüberliegenden Café bei hausgemachten Kuchen oder veganen Mittagsgerichten den neuen Spirit des Nordends bestens auf sich wirken lassen. Und die Kids? Die könnten währenddessen auf dem weitläufigen neuen Spielplatz in der Johannes-Morhart-Straße toben.

Kulinarik: Fernweh stillen – so schmeckt Urlaub in OF!

Mit dem erst kürzlich beschlossenen Zukunftskonzept soll die Offenbacher Innenstadt auch künftig viele Erlebnisse bieten. Mit Kultur, Festen und dem Fokus auf regionale Produkte sind erste Ideen schon sehr konkret. Der Geschmack unserer City aber ist heute schon an Vielfalt kaum zu übertreffen. Um aufkommendes Fernweh in diesem Sommer vorzubeugen oder zu stillen, empfiehlt sich nach einem Einkaufsbummel das gemeinsame Kochen mit Freunden. Und zwar mit jenen Zutaten, die an den jeweiligen Sehnsuchtsort erinnern. Offenbach bietet hierfür ein Schlemmerparadies par excellence: Rund um den Wilhelmsplatz finden sich unzählige kleine Läden, die durch Gastlichkeit, Auswahl und Frische allein beim Einkauf Urlaubsstimmung wecken. Der Radius unserer (Shopping-)Tour umschließt im Wesentlichen das Karree von Wilhelms- bis Mathildenplatz und eröffnet Geschmackswelten; frisch gebackenes Fladenbrot beispielsweise beim Afghanen, eingelegte Meeresfrüchte, Oliven oder hausgemachte Pasten im griechischen Kult-Geschäft. Beim Marokkaner empfehlen wir Lammkeule, Datteln und würzige Merguez-Würste für den Grill. Gegenüber beim Inder packen wir ein paar Samosas mit Minzsoße in den Beutel und decken uns mit orientalischen Gewürzen ein. Bei Lust auf Käse und Italien-Sehnsucht, kehren wir nochmal um in den inzwischen wohl berühmtesten Hinterhof der Stadt. Auch Kaffee- und Weinliebhaber finden am Wilhelmsplatz ihr Glück. Wer gedanklich nach Portugal reisen möchte, dem bietet sich ein charmanter Laden auf der Bieberer Straße vortrefflich an (mit fabelhaften Pastéis de Nata). Für die perfekte Zubereitung asiatischer Küche sollte man übrigens noch einen Abstecher in Richtung DLM machen. Was Offenbach an Auswahl und Qualität internationaler Lebensmittel und Gewürze bietet, ist ein großes Glück und kann in diesem Sommer dazu dienen, geschmacklich in die Ferne zu schweifen. Vom Wochenmarkt dienstags, freitags und samstags ganz zu schweigen – Gaumen hoch für Offenbach!

Wahrzeichen: Zeit für Stadt- geschichte/n

Los geht es auf dem Campus der Hochschule für Gestaltung, wo man die detailverliebten Verzierungen der Fassade des Isenburger Schlosses und damit die Schönheit der Renaissance erkennen kann. Von hier läuft man nur wenige Minuten zum altehrwürdigen Lili-Tempel, der im Jahr 1798 erbaut wurde und bis heute an Goethes Liebessommer mit Lili Schönemann erinnert und heute temporäre Kunstausstellungen beheimatet. Schräg gegenüber lohnt eigentlich immer ein Besuch im Haus der Stadtgeschichte, das selbst für eingefleischte Offenbacherinnen und Offenbacher stets spannende Einblicke offeriert. Inmitten des Kulturkarrees sind die Wege ganz besonders kurz und so erreichen wir das herrschaftliche Büsingpalais gleich um die Ecke. In den jeweiligen Seitenflügeln sind die Stadtbibliothek und das Klingspor Museum zu Hause. Hier erwartet Sie mit „Bedeckt und unbedeckt“ eine faszinierende Ausstellung über Kleider und Körperschmuck als Ausdruck und Teil der eigenen Identität. Gemeinsam mit dem Haus der Stadtgeschichte soll auch schon bald eine öffentlich nutzbare Druckwerkstatt im Erdgeschoss des Bernardbaus Verwirklichung finden, die an die lange Offenbacher Druck-Tradition erinnert und diese sichtbar werden lässt. Durch den Büsing-Park flanieren wir auf die Kaiser Straße und biegen dann rechts in die Frankfurter Straße ein, um bald das Deutsche Ledermuseum (DLM) zu erreichen. Hier empfehlen sich mehrere Blicke in die aktuelle Ausstellung „STEP BY STEP: Schuh.Design im Wandel“. Ebenfalls geöffnet ist die Sammlungspräsentation aus 100 Jahren DLM, die einen umfassenden, äußerst beeindruckenden Überblick gewährt. Jetzt folgt ein Spaziergang durch das Westend, in dem vor allem Körner-, Tulpenhof- und Schillstraße mit ihren Gründerzeitvillen die Blicke auf sich ziehen. Am Dreieichpark angekommen gilt den beinahe etwas mystisch anmutenden Skulpturen und den ältesten Betonbauwerken ohne Stahl in Deutschland besondere Beachtung. Sie sind Relikte der 2. Hessischen Landes-Gewerbeausstellung aus dem Jahr 1879, für die der Park seinerzeit überhaupt erst entwickelt worden war. Auch der zwischenzeitlich mehrfach erneuerte Musikpavillon, der ebenfalls aus 1879 stammt, bietet sich für eine Pause im Schatten riesiger Kastanien an. Wer nach so viel Kultur nun Durst und Appetit verspürt, kann fußläufig satt und glücklich werden: Direkt hinter dem Bahndamm verbirgt sich die Gaststätte des Offen- bacher Tennisclubs, deren Terrasse zum Entspannen und Resümieren des Gesehenen einlädt.

Natur: Rauf aufs Rad, raus ins Grüne!

Unser Fahrrad-Ausflug führt uns rund um die Großstadt, mitten ins Grün, am Wasser entlang und in die Natur. All das ist in der Stadt der kurzen Wege innerhalb von wenigen Minuten möglich. Um entspannt und nicht allzu verschwitzt anzukommen, empfiehlt sich die Ausleihe eines praktischen E-Bikes. Glücklicherweise funktioniert das in Offenbach unkompliziert und beinahe überall: Die eMobil-Pedelecs der Stadtwerke Unternehmensgruppe sind inzwischen am Marktplatz und am Hafen, in Bieber, Rumpenheim und Tempelsee sowie An den Eichen stationiert. Neuerdings sind die ersten 30 Minuten sogar kostenfrei. Wir starten am Marktplatz und fahren zunächst am Main Richtung Bürgel. Als erster, sehr früher Rastplatz dient der kleine Leuchtturm mit Eis, kühlen Getränken, Liegestühlen und Mainblick. Jetzt steuern wir in Richtung Schultheis- Weiher, an dessen Strand und Wiesen man scheinbar fernab der Stadt abschalten kann. Es lohnt sich, um den See herum zu fahren und den Gesamt- eindruck dieses faszinierend-natürlichen Kleinods am Rande der Stadt auf sich wirken zu lassen. Zurück am Main setzen wir unsere Tour nach Rumpenheim fort und blicken auf eine beinahe unwirkliche Postkarten-Idylle, die schlagartig Urlaubsgefühle hervorruft: Das Ufer ist mit imposanten Trauerweiden und Pappeln dicht gesäumt, auf dem Fluss tuckern Boote vorbei, während sich nebenan ein Panorama von weiten Feldern und Wiesen erstreckt. Dieser schöne Main-Radweg kann nach Herzenslust verlängert werden, beispielsweise bis nach Hanau oder gar Aschaffenburg. Wir biegen am Rumpenheimer Fährufer allerdings nach rechts, um uns der Schönheit des im 17. Jahrhundert entstandenen Rumpenheimer Schlosses, dem anliegenden Park und der kleinen, märchenhaften Schlosskirche zu widmen. Hier lässt es sich aushalten!

Familie: OB on Tour – Felix Schwenke empfiehlt

Ausflug in Offenbach? Na klar! Am liebsten mit dem Fahrrad! Für die Kinder nehmen wir auch den Fahrradanhänger, damit sie sich zwischendurch ausruhen können. Wir starten in Richtung Stadthalle, um von dort zum Waldzoo abzubiegen. Man kann ihn als Offenbacher Institution bezeichnen: Generationen von Kindern konnten in diesem kleinen Zoo seit 1965 ihre Liebe zu Tieren entdecken, Esel und Ponys streicheln, Ziegen füttern, oder Känguruhkinder bei den ersten Schritten außerhalb des Beutels der Mama beobachten. Ein Zoo in familiärer Atmosphäre: So ist Offenbach! Jetzt gibt es ein Picknick mit Obst, Gemüse und Wurst vom Wochenmarkt sowie Brot vom Bäcker Beck. Auch so eine Offenbacher Institution. Dann geht es mit dem Fahrrad zu einem weiteren Lieblingsort seit frühen Kindheitstagen – zum Bieberer Berg. Beim Anblick des Stadions singen die Kinder sofort Kickerslieder. Zufrieden stelle ich fest: Die Elternzeit hat sich gelohnt. Auch wenn zurzeit der Ball nicht rollt, gibt es einiges zu entdecken. Seit kurzem steht hier ein Kühlautomat, der rund um die Uhr Edelpilze vorrätig hat. Diese züchtet Mathias Kroll in alten Kellergewölben neben dem Stadion. Also ein echtes Offenbacher Produkt. Bisher haben wir die Pilze nur auf dem Wochenmarkt gekauft. Die Große trägt dort stolz ihren eigenen Korb und bezahlt – und wenn Papa auf der Arbeit ist, gibt es ein Foto, damit er irgendwie dabei sein kann. Unser nächstes Ziel ist der Leonhard-Eißnert-Park. Während sich die Kleinen an den Wasserspielen der Fontänen erfrischen, können sich Neueinsteiger und Kletter-Spezialisten an den Baumwipfeln entlang hangeln. Im Fun Forest Abenteuer-Park wandelt man auf Tarzans Spuren – ein Riesenspaß, der allerdings auch Geschick und Mut erfordert. Früher habe ich das auch gemacht – heute ruhe ich mich lieber aus und sehe den Kindern zu. Die können hier auch endlich selbst Radfahren. Von der vielen Bewegung bekommen sie dann Hunger. Offenbach bietet unzählige tolle Adressen für ein kühles Getränk oder leckeres Essen. Keine möchte ich über die andere stellen. Aber bei einer Tagestour auf dem Rad geht es für uns am liebsten in meine alte Heimat Bieber: Die Traditions- Lokalitäten wie der Wiener Hof, die Obermühle oder die Käsmühle bieten hessische Hausmannskost und schöne Sitzplätze im Freien. Danach – na klar – wollen die Kinder noch ein Eis. Während Mama das Gesicht verzieht, müssen sie mit Papa nicht lange verhandeln. Es gibt so viel wirklich gutes Eis in Offenbach – etwa von Salvatore Lista im TriAngolo in Bürgel. Aber wenn wir schon in Bieber sind, dann geht es natürlich zu Grazia ins Cortina, in dem ich spätestens seit meinem dritten Geburtstag Stammgast bin. Ein Eis krönt den Tag! Und dann kommen die Kinder wieder in den Hänger und es geht nach Hause. Mit dem guten Wissen: Schon am nächsten Tag können wir noch viele andere tolle Dinge erleben. Urlaub in Offenbach? Na klar!
Waggon
© Urban Media Project

Kultur: Main Offenbach – Kulturelles Leben am Fluss

Der Main hat sich zuletzt zu einer wahren Kulturmeile entwickelt. So ist es an der Zeit, der Vielfalt am Wasser eine eigene Tour zu widmen. Wir starten im Innenhof der Parkside Studios, die in der Friedhofstraße am denkmalgeschützten Badehaus der ehemaligen Oehler-Werke angesiedelt sind. Unter dem Motto „Parkside im Hof“ finden hier im Juli und August Freiluftkino, Silent Disco und Livekonzerte statt. Offenbacher Initiativen erhalten so mit Unterstützung des Kulturamts die Möglichkeit, ihr Programm nicht absagen zu müssen, sondern es „open air“ und mit dem gebotenen Abstand zu zelebrieren. Von hier aus sind es nur wenige Meter an den Main. Nach einem erfrischenden Getränk am Bembelboot spazieren wir am Kulturgleis mit der Doppelhelix gen Waggon. Dieser wohl kleinste Club der Welt erschafft seit Jahren feinste Subkultur und sorgt in normalen Zeiten für durchtanzte Nächte. Schräg gegenüber liegt mit der Backschaft ein über 100 Jahre alter Kahn, der zu einem Restaurant mit Bar aufwendig umgestaltet wurde. Hier kann man an den Wochenenden an der Schiffsluke Snacks oder Cocktails bestellen, die wunderbar als Wegzehrung dienen. Unsere nächste Station ist das Hafenviertel, das mit zahlreichen Höhepunkten aufwartet: So gilt die Hafentreppe seit Bestehen nicht ohne Grund als das Foto-Motiv schlechthin. Einen noch schöneren Ausblick hat man nur hoch oben von der Aussichtsplattform des begehbaren Blauen Krans, der längst zum Wahrzeichen avanciert. Direkt dahinter, am wunderschönen Fahrradweg gelegen, schlägt der Hafengarten seine Wurzeln. Das „Urban Gardening für Jedermann“-Projekt ist eine Augenweide und gleicht einem wilden, farbenprächtigen Gesamtkunstwerk. Auch hier findet im Juli und August ein kleines Open Air Kino-Festival statt, das bei freiem Eintritt zu Klassikern der Filmgeschichte lädt. Weitere Kunstwerke verbergen sich direkt nebenan in der Kressmann-Halle. Der Ausstellungsraum dient als Plattform für zeitgenössische Kunst lokaler Akteure und gilt als Geheimtipp für kunstaffine Menschen der Region. Ein Klassik-Open Air mit Autokino- Atmosphäre gibt es wenige Meter weiter am 15. August auf dem Messe- parkplatz am Mainufer: Die „Sommer- nachts Träume“ mit dem Capitol Symphonie Orchester präsentieren dem Publikum im eigenen Auto ein Programm mit Solisten und Orchester zwischen Klassik, Film und Pop. Wenn man nun noch ein paar Schritte zwischen Fluss und bunten Graffiti-Wänden spaziert, stößt man direkt auf das Hafen 2-Gelände. Das weit über die Grenzen Offenbachs hinaus bekannte Kulturzentrum bietet im Prinzip all das, was einen Sommer in der Stadt zu Urlaub werden lässt: eine Art Amphitheater direkt am Wasser, in dem Filme und kleine Konzerte präsentiert werden sowie eine große Wiese, die sich in Biergarten, Streichelzoo, Sandburgen und Liegeflächen unterteilt.

Kinder: Der Sommer spielt mit

Für abwechslungsreiche, aktive Ferien bietet Offenbach auch in Coronazeiten kreative Angebote für den Nachwuchs. So ist die Kinder- und Jugendfarm am Buchhügel gleichzeitig Abenteuerspielplatz und Kinderbauernhof. Hier können Kinder ab sechs Jahren in den Sommerferien gemeinsam gärtnern, Tiere pflegen und die Natur erkunden. So lassen sich Sensibilität und Solidarität spielerisch erlernen – für die Achtung vor Menschen, Tieren und der Pflanzenwelt. Dass auf dem großen Gelände das Toben und Spielen nicht zu kurz kommt, versteht sich dabei ganz von selbst. Wer immer schon mal mit Holz sein eigenes Haus bauen wollte, ist hier ebenfalls goldrichtig! Apropos Handwerken: Das Jugendkunst- mobil macht diesen Sommer zweimal am Goetheplatz halt und lädt mit seiner Experimentierwerkstatt zum Hämmern, Töpfern, Basteln oder Malen ein – ein knallbuntes und ausgelassenes Vergnügen! Wer hingegen lieber das Reiten lernen möchte, sattelt im Rumpenheimer Reitstall Woggon auf: Während der Ferien kann man hier eine Woche lang den Umgang mit Pferden erproben und die Landschaft um den Schultheis- Weiher vom Rücken des Tieres aus erleben. Naherholung geht in Offenbach übrigens auch immer großartig im Wetterpark auf dem Buchhügel, der Teil der Regionalparkroute RheinMain ist. In den Sommerferien bietet das Besucherzentrum wieder öffentliche Touren und Vorträge für die ganze Familie an. Ansonsten haben auch die Kindertreffs und Jugendzentren der Stadt Offenbach sowie die Stadtranderholung Sommerspaß mit Abstand fest im Blick.
Die Texte stammen aus der gleichnamigen Broschüre, die aktuell (Juli/August 2020) im OF Infocenter, Rathaus, Stadthaus und im Wetterpark erhältlich ist. Die Publikation "Offenbach Main Zuhause" ist ein gemeinsames Projekt des Stadtmarketing der Stadt Offenbach und der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe. Text: Urban Media Project