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Plakat weist auf die Absage hin.
© Stadt Offenbach

Vernissagen-Hopping, Gemälde, Fotografien und Installationen entdecken in Galerien und Privatsammlungen, die nur für dieses ganz besondere Wochenende ihre Türen öffnen - in „normalen“ Jahren gab es mehr als 60 Kunstorte und Arbeiten von über 150 teilnehmenden  Kunstschaffenden zwischen Nordend, Bieber, Rumpenheim und Senefelder Quartier zu sehen - das kann es in diesem Jahr leider nicht geben. Mit großen Bedauern muss die Stadt Offenbach die für den 4. bis 6. Juni 2021 geplanten Kunstansichten coronabedingt absagen.

Die Biennale Offenbacher Kunstansichten leben von Begegnungen, vom Netzwerken, Diskussionen und Verkäufen. „Um Ansammlungen mit mehr als zwei Haushalten und zu große Bewegung bei leider immer noch zu hoher Inzidenz angesichts der aktuellen Bundesnotbremse in der Stadt zu vermeiden, müssen wir es leider sein lassen. Auch wenn so viele schöne Projekte im Außenbereich eingereicht wurden“, so Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke. „Und in einsame Schaufenster oder in digitale Sphären auszuweichen, ist auch nicht jedermanns Sache“, weiß man im Amt für Kulturmanagement, das Veranstalter des Kunstfestivals ist. Wer allerdings ein innovatives Corona-sicheres Konzept für seinen Standort eingereicht hat, kann diesen im Juni auf einem digitalen Stadtplan des Kulturamtes veröffentlichen lassen. Auf diese Weise werden über einen längeren Zeitraum viele überraschende und spannende Kunstwerke in der Stadt zu entdecken sein.

Die Offenbacher Kunstszene reagierte überwiegend kreativ-engagiert auf die Absage: Etliche Gruppenausstellungen wollen nun anstelle der geplanten Präsenzveranstaltung eigene Editionen online vermarkten und verkaufen. Im Kunstansichten-Katalog vertreten sind sie alle, dieser erscheint unbeirrt von den aktuellen Ereignissen und präsentiert das Kunstnetzwerk der Stadt und ihre Gäste, enthält lesenswerte Artikel über neue Kunstorte und wirft einen spannenden Blick auf das, was die Szene in Offenbach bewegt. Der Katalog erscheint Anfang Juni und ist in den Offenbacher Buchhandlungen gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro erhältlich. Zudem steht er auf www.offenbach.de/kultur als E-Paper zu Verfügung.

12. Mai 2021

Plakat weist auf die Absage hin. Stadt Offenbach
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