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Skulptur in Park
Wohnskulptur im Metzlerpark Frankfurt © Wolfgang Günzel
Am 9. August findet der tinyMONDAY mit dem Titel: "Busy Sculptures – wieviel Funktion verträgt die Skulptur?" im Sommerbau des Mousonturms im Kaiserleiviertel statt.

Talk im Sommerbau am Kaiserlei:

Kunstgeschichtlich wurde die Grenze zwischen Kunst und angewandter Gestaltung immer wieder verhandelt. Sowohl Künstler*innen als auch Gestalter*innen und Architekt*innen definieren die Schnittstelle heute oft individuell und überschreiten scheinbare Grenzen spielerisch. Ob Wohnskulptur, aktivistische Kunstaktion oder soziale Plastik, es gibt zahlreiche Hybridformen und Positionen, die den klassischen Kunstbegriff hinterfragen, ausdehnen oder sogar auflösen. Künstler*innen verstehen sich zunehmend als Aktivist*innen, gestalten Plattformen oder schaffen Skulpturen die für das Publikum in unterschiedlichen Formen nutzbar sind. Der TinyMonday im temporären „Sommerbau“ des Mousonturms im Offenbacher Kaiserleiviertel beschäftigt sich mit der Frage nach der Schnittstelle von Kunst und konkreter Anwendung. Wie funktional sind zeitgenössische künstlerische Positionen? Wie viel Funktion verträgt eine Skulptur? Über diese und ähnliche Fragen diskutieren Catharina Szonn, Felix Große-Lohmann und YRD.Works, deren (künstlerische) Arbeit sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema beschäftigt. Moderiert wird die Diskussion von der Kunstwissenschaftlerin Ellen Wagner. Außerdem geben Szonn, Große-Lohmann und YRD.Works Einblicke in ihre künstlerische Praxis und stellen ihr Projekte dem Publikum in kurzen Vorträgen vor.

tinyMONDAY: 09.08.2021
Busy Sculptures – wieviel Funktion verträgt die Skulptur?

20.00 Uhr, Sommerbau am Kaiserlei
Brüsseler Platz 3
63067 Offenbach am Main

 

Begrüßung von Kuratorin Cornelia Saalfrank, tinyBE • living in a sculpture

Podiumsgäste

Felix große-Lohmann
© Neven Allgeier

Felix Große-Lohmann

Felix Große-Lohmann (1984*) studierte Kunst und Englisch an der Goethe Universität Frankfurt und absolvierte 2013 das 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Im selben Jahr gründete er den Ausstellungsraum Husslehof im Frankfurter Gallus, in dem seither aktuelle Kunst gezeigt wird. Seit 2019 leitet er die MFA - Material Für Alle - Organisation für nachhaltige Materialkreisläufe, um langfristig gemeinschaftlich orientierte Strukturen im Kulturbetrieb zu entwickeln, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ermöglichen. Ziel ist es, Visionen nachhaltiger Handlungsweisen umzusetzen und ihr kreatives Potenzial freizusetzen.
Künstlerkollektiv mit Hund vor gelber Wand
YRD.Works © Gabriel Poblete

YRD.Works – Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch, Künstlerkollektiv

YRD.Works erschaffen kurzfristige Begegnungsorte und forschen an der Schnittstelle von Raum, Skulptur und Aktion. Ob temporärer Pizzalieferdienst oder begehbare Installation im White-Cube, die raumgreifenden Interventionen des Offenbacher Kollektivs sind nie losgelöst von den Betrachtenden. Eine aktive Bespielung (Nutzung) der Skulpturen und Installationen durch das Publikum ist ein zentraler Aspekt im Werk von YRD.Works. Die performativen Aktionen und Rauminstallationen werden immer ortsbezogen entwickelt und sind zeitlich meistens begrenzt. Das Künstlerkollektiv arbeitet seit 2015 interdisziplinär und eignet sich seitdem projektbezogen unterschiedlichste (handwerkliche) Techniken an.
Künstlerin im Portrait
Catharina Szonn © Nils Heck

Catharina Szonn

Catharina Szonn setzt sich künstlerisch mit technologischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten unserer Gegenwart auseinander. In ihren Arbeiten greift sie auf bereits vergangene Kulturphänomene zurück und lässt Maschinen als hinterbliebene Kollaborateur*innen einer unentwegten Idee von wirtschaftlicher Expansion auftreten. Die Grenzen zu philosophischen Themen, Text- und Sprachgestaltung sind in ihren malerischen und poetischen Installationen fließend.
Ellen Wagner
Ellen Wagner © Jessica Schäfer

Ellen Wagner

Ellen Wagner ist Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin. Als Kunstkritikerin schreibt sie u.a. für Faustkultur und die Springerin. Nach ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, wo sie bei Prof. Dr. Christian Janecke, Prof. Dr. Juliane Rebentisch und Prof. Gunter Reski promovierte. Die Promotion erschien unter dem Titel „Falsche Signale. Strategien der Mimikry in der Post-Internet Art“ bei Diaphanes. Ellen Wagner ist Mitgründerin des Offenbacher Kunstvereins Mañana Bold e.V. und aktiv in der deutschen Sektion der Association des Critiques d’Arts (AICA).
Portrait nathalie Brehmer
Natalie Brehmer © NB

Natalie Brehmer

Natalie Brehmer ist eine deutsch-polnische Künstlerin und Fotografin. Sie studierte Kommunikations- und Urban Design sowie Bildende Kunst. Ab kommenden Herbst ist Sie Meisterschüler*in an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Das Oszillieren oder gar das Auflösen von Grenzen ist stetiges Thema ihrer transdisziplinären Arbeitsweise. So referenzieren Objekte die Architektur, Räume werden inszeniert und der Blick des Betrachters wird hin zum poetischen Moment gelenkt. Brehmer ist Mitglied der Initiative Stadtlücken e.V. welche sich einem digitalanalogen Netzwerk für Um- bzw. Wiedernutzung von öffentlichen Raum widmet. 2021 war Sie Stipendiatin am Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin mit dem recherche Projekt: Art in public (virtual) spaces and its influence on Urban Design