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Die von der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung beschlossene dreimonatige Sperrung der östlichen und westlichen Seitenstraße des Wilhelmsplatzes startet am Montag, 17. August.

Dies teilte Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß am Mittwoch, 5. August 2020, mit: „Die Sperrung ist zeitlich auf die vorher stattfindende Umfrage am Wilhelmsplatz abgestimmt und beginnt somit unmittelbar nach der ersten zweiwöchigen Befragung von Kunden und Besuchern“, erläuterte Weiß. Er verwies auf die von der Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft (OSG) in Abstimmung mit Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke beauftragte Umfrage, die vor, während und nach dem dreimonatigen Testzeitraum ein umfassendes Meinungsbild für eine dauerhafte Verkehrsberuhigung ermitteln soll. Die Umfrage vor der Sperrung hat heute begonnen: Zwei Wochen lang werden an allen Markttagen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts LQM Marktforschung aus Mainz persönliche Interviews mit Kunden und Besuchern des Wochenmarktes sowie der umliegenden Geschäfte und Restaurants führen. Selbstverständlich werden bei den Befragungen die Abstandsregelungen eingehalten und Maske getragen.

Ab dem 17. August bleiben drei Monate lang immer an Markttagen (dienstags, freitags und samstags) in der Zeit von 8 bis 16 Uhr die beiden Seitenstraßen des Wilhelmsplatzes für den Autoverkehr gesperrt. In dieser Zeit einfahren dürfen lediglich Lieferverkehre, die Marktbeschicker selbst, Radfahrer sowie alle Besitzer eines Parkausweises für den Bewohnerparkbezirk A. Es gilt für alle Schrittgeschwindigkeit! Die Behindertenstellplätze in den Seitenstraßen, die auch bisher schon überwiegend von Anwohnern belegt wurden, dürfen auch an den gesperrten Tagen von Anwohnern mit Parkausweis weiterhin genutzt werden. Wie Verkehrsdezernent Weiß betont, werden zusätzlich zwei öffentliche Behindertenstellplätze auf dem Parkplatz Wilhelmsplatz eingerichtet.

Gut erreichbar bleiben der Wochenmarkt, die umliegenden Geschäfte und Restaurants aber auch während der Sperrung: Zu Marktzeiten erreichen automobile Kunden und Besucher den Parkplatz am südlichen Ende des Wilhelmsplatzes über die Bleichstraße und die Wilhelmstraße – eine Zufahrt über die Bieberer Straße ist jedoch nicht mehr möglich! Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt an der südöstlichen Seite des Wilhelmsplatzes, die Ausfahrt an der südwestlichen Seite. Die Bleichstraße ist über die Waldstraße aus Süden kommend regulär erreichbar. Aus Nordend kommend (vom Marktplatz) ist während des Testzeitraums das Linksabbiegen in die Bleichstraße gestattet. Verkehrsschilder weisen am Marktplatz sowie in der Waldstraße auf die veränderte Verkehrsführung zum Wochenmarkt hin. Auf alle Wege, die zum Wilhelmsplatz führen, weist ein Info-Flyer hin, der in den nächsten Tagen vor Ort verteilt wird: „Dieser Flyer, den Kunden und Besucher erhalten, informiert über die Verkehrsänderungen in der Testphase und wirbt dafür, verstärkt mit dem Bus, der Bahn oder dem Fahrrad zu kommen“, so Verkehrsdezernent Weiß. Als Teil der Verkehrsberuhigung setzt die Stadt vor allem auch auf das Fahrrad: „Seit Corona ist die Zahl der Kunden, die mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt kommen, stark gewachsen. Für diese und als Anreiz für andere, künftig häufiger mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt zu kommen, werden – wie von den Stadtverordneten beschlossen – zusätzlich temporäre Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Parkplatz installiert. Diese Fahrradständer sind zwar bereits bestellt, einen genauen Liefertermin haben wir aber leider noch nicht. Deshalb stehen sie voraussichtlich erst nach Beginn der Sperrung zur Verfügung.“  „Ziel des dreimonatigen Versuchs ist eine Verkehrsberuhigung während des stets gut besuchten Wochenmarktes“, erläuterte Verkehrsdezernent Weiß. „Für den Testzeitraum können wir zwar nicht auf technische Lösungen wie versenkbare Poller zurückgreifen. Sollte es künftig zu einer dauerhaften Sperrung in welcher Form auch immer kommen, wird man diese Frage aber noch einmal intensiv betrachten müssen.“ Damit sich die Autofahrer während des Tests an das Einfahrverbot in die Seitenstraßen halten, kündigte Ordnungsdezernent Peter Freier bereits regelmäßige Kontrollen an. „Die Stadtpolizei wird nicht zu allen Zeiten der Sperrung vor Ort sein können. Sie wird aber durch Kontrollen insbesondere zu Beginn der Sperrung darauf hinwirken, dass sich die Autofahrer schnell an die veränderte Verkehrsführung gewöhnen. Auch später während des gesamten Testzeitraums wird die Stadtpolizei immer wieder präsent sein und darauf achten, dass nur reinfährt, wer reinfahren darf.“ Aufgrund der ohnehin immer schon begrenzten Parkplätze am Wilhelmsplatz und im näheren Umfeld bittet Verkehrsdezernent Weiß Autofahrer die umliegenden Parkhäuser zu nutzen. Am nächsten befindet sich das Q-Park am Marktplatz (ehemaliger Kleider-Frei). Besonders günstig und ebenfalls noch sehr nahe gelegen ist das Parkhaus in der Waldstraße/Post (1 Euro pro Stunde, maximal 6 Euro pro Tag). Weitere Alternativen sind zudem die Parkhäuser und Tiefgaragen im ehemaligen PAM-Center (Geleitsstraße), im Einkaufszentrum KOMM, im City-Tower (Berliner Straße), im Rathaus und Haus der Wirtschaft (beide Berliner Straße) sowie im Parkhaus Französisches Gässchen. Drei Stunden kostenlos kann am Mainufer geparkt werden – von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Wilhelmsplatz. Grundsätzlich gut erreichbar ist der Wilhelmsplatz außerdem mit dem ÖPNV. Die Haltestelle Wilhelmsplatz ist mit den Buslinien 103, 105 und 120 erreichbar. Nur wenige Meter entfernt halten fast alle anderen Linien an den Haltestellen des Marktplatzes sowie aufgrund des begonnen Abrisses des ehemaligen Toys’R’Us-Gebäudes an der Ersatzhaltestelle Stadthaus, Ecke Großer Biergrund. Wer mit der S-Bahn anreist, erreicht den Wilhelmsplatz nach wenigen Schritten durch das Salzgässchen.
Bildinformation: Die vorliegende Grafik weist auf die veränderte Verkehrsführung während der dreimonatigen Sperrung an Markttagen hin. Ziel ist eine Verkehrsberuhigung in den Seitenstraßen des Wilhelmsplatzes während des Markttreibens. Copyright: U9/Stadt Offenbach – eine honorarfreie Verwendung ist ausschließlich für die Presse und für die Berichterstattung zum Vorhaben am Wilhelmsplatz gestattet

Offenbach am Main, 5. August 2020