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Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde 1919 die Johannesgemeinde begründet. Sie verfügte zunächst aber weder über einen Gemeinderaum noch eine Kirche. Die Gottesdienste wurden in der Schloss- und in der Friedenskirche gefeiert. Erst nach knapp 55 Jahren Gemeindegeschichte gelang es, ein eigenes Gotteshaus für die Gemeinde zu errichten.

Die Gottesdienste wurden in der Schloss- und in der Friedenskirche gefeiert. Erst nach knapp 55 Jahren Gemeindegeschichte gelang es, ein eigenes Gotteshaus für die Gemeinde zu errichten.

Die neue Kirche der Johannesgemeinde wurde im Dezember 1965 eingeweiht. Sie bietet Platz für 600 Gläubige. Mitte der 1960er Jahre hatte die Gemeinde noch etwa 8.500 Mitglieder. Der Wiesbadener Architekt Rainer Schell konzipierte in ruhigen, in ihrer Klarheit an romanische Formen erinnernden Linien die Johanneskirche und den mit 42 Metern höchsten Kirchturm Offenbachs.

Durch die Wahl des Klinkerbaus für die Außenfassade ist ein optischer Schwerpunkt gesetzt worden. Der lange, über die ganze Altarwand herunterreichende Teppich und die in drei Holzschreinen gegliederte Orgel auf der Empore bilden eine Einheit im Innenraum. Der in Rot- und Blautönen gewebte Wandteppich zeigt eine übergroße Christusfigur und drei verschiedene Johannesdarstellungen: Johannes der Täufer, der Evangelist Johannes und Johannes als Autor der Offenbarung.

1965 wurden die vier Glocken, die zuvor in einem freistehenden hölzernen Glockenturm hingen, in der Johanneskirche in Betrieb genommen. Die größte ist die Christusglocke. Auch die anderen tragen Namen: Gedächtnis- und Friedensglocke, Gebetsglocke und Johannesglocke