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Außenaufnahme Sankt Paul in der Kaiserstraße
© Stadt Offenbach
In einer Umgebung, die wenig oder gar nicht vom katholischen Glauben geprägt war, wurde 1798 die Gemeinde St. Paul gegründet. Die knapp 300 Katholiken befanden sich in der Offenbacher Innenstadt in der Rolle der Außenseiter. Seit Jahrhunderten erstmals wieder eine katholische Gemeinde im reformierten Offenbach!

Zunächst durften die Katholiken in der Schlosskapelle ihre Gottesdienste feiern, bis 1828 die Pfarrkirche St. Paul an der Kaiserstraße eingeweiht wurde. Die Zahl der Gemeindeglieder wuchs im darauf folgenden Jahrhundert durch Zuzug auf rund 2.400 an. Karitative Arbeit war schon damals ein Schwerpunkt der St. Paulgemeinde – 1860 wurde der Verein „Kasino zur Harmonie“ gegründet, der sich um Bedürftige kümmerte. Später gab es für die Katholiken Unterstützung durch die „Schwestern der göttlichen Vorsehung“.

Von den Verzierungen, Ornamenten und Buntglasfenstern blieb durch die Kriegsschäden nichts mehr übrig. Dafür wurde der Grundstein der alten Kirche am Eingang wieder sichtbar eingemauert.

Die katholische Pfarrgemeinde St. Paul bietet für die Gläubigen in der Innenstadt ein umfangreiches kulturelles und soziales Programm. Von April bis Oktober gibt es ein einmal pro Woche ein Frühstück für Bedürftige. In den Wintermonaten teilt die Gemeinde im Wechsel mit den anderen Innenstadtgemeinden im Rahmen der ökumenischen Initiative „Essen und Wärme“ täglich warmes Essen aus.

Zudem hat die Gemeinde St. Paul ein so genanntes Allerweltscafé, das von Jugendlichen betreut wird. Darüber hinaus werden Kurse zum meditativen Tanz ebenso angeboten wie Seniorengymnastik. Eine jahrelange Partnerschaft verbindet die Gemeinde St. Paul mit der St. Petergemeinde in Oras (Philippinen). In Offenbach hat sich ein freundschaftliches Miteinander mit der Portugiesischen Gemeinde entwickelt.

Jesusfigur am Portal der Kirche
© Stadt Offenbach