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Das Robert Koch-Institut hat einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog online gestellt, der regelmäßig aktualisiert wird. Die Stadt Offenbach ergänzt mit eigenen FAQs alle Informationen, die Offenbach betreffen.

Informationen des Stadtgesundheitsamtes und Frage-Antwort-Katalog (FAQ)

Aus Sicht des Stadtgesundheitsamtes ist es sehr wichtig, ruhig und besonnen auf die aktuelle Situation zu reagieren. Erkrankungen, die vom Corona-Virus ausgelöst werden, sind wie alle anderen Infektionskrankheiten ernst zu nehmen, da sie für Risikogruppen (ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen) gefährlich werden können. Für alle anderen Bevölkerungsgruppen, auch Kinder, verlaufen Atemwegserkrankungen durch den Corona-Virus bislang ähnlich unkritisch wie eine Erkältung oder ein grippaler Infekt. So treten mal stärker mal weniger stark typische Erkältungssymptome (Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber) auf, die nach einigen Tagen wieder abklingen. Einige Betroffene leiden vorübergehend auch unter Durchfall.

Dieser medizinische Hintergrund ist wichtig bei der Risiko-Abwägung, welche Maßnahmen die Gesundheitsbehörden zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus treffen müssen. Die Behörden stehen in der Verantwortung, angemessen und verhältnismäßig zu reagieren - stets angepasst an die Entwicklung der Lage.

Welche Maßnahmen vor Ort umzusetzen sind, entscheiden die Gesundheitsämter auf Grundlage der stets aktualisierten Vorgaben und Empfehlungen der Gesundheitsministerien auf Bundes- und Landesebene sowie des Robert Koch-Institutes (RKI). Selbstverständlich arbeiten – wie sonst auch in anderen Fällen – die zuständigen oder betroffenen Stellen der Stadt direkt mit dem Stadtgesundheitsamt zusammen, um Maßnahmen, die beispielsweise die Kliniken, Ärzte, Schulen, Kitas oder Seniorenheime betreffen, zu koordinieren und die Information untereinander zu gewährleisten.

Stand: 15.03.2020

Frage-Antwort-Katalog Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut hat einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog online gestellt, der regelmäßig aktualisiert wird. Unter dem nachfolgendem Link gelangen Sie direkt zu den Fragen und Antworten. Ergänzend finden Sie auf dieser Seite alle Informationen, die Offenbach betreffen.

FAQs der Stadt Offenbach

1. Wie kann ich mich schützen?

Als Schutzmaßnahme – auch vor der Grippe – sind Bürgerinnen und Bürger dazu angehalten, weiterhin einfache Hygieneregeln zu beachten:

  • In die Armbeuge husten oder niesen,
  • Einmaltaschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch entsorgen,
  • Händeschütteln vermeiden,
  • gründliches und regelmäßiges Händewaschen
  • nicht mit den Händen die Nasen-, Mund- und Augenschleimhaut berühren (zum Beispiel nach Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden),
  • Smartphone, Handy, Tablet etc. regelmäßig desinfizieren.
  • grundsätzlich eigene Gläser und Besteck benutzen und
  • wie immer in der Erkältungszeit, wenn möglich, Menschenansammlungen meiden.
  • Erkrankte sollten den Kontakt zu älteren Menschen meiden
  • Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
  • Nach Möglichkeit auf Reisen verzichten
  • Öffentliche Verkehrsmittel meiden
  • Von zu Hause aus arbeiten (wenn möglich)
  • Jegliche Kontakte reduzieren
  • Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit tragen
  • Abstand halten (1,5 Meter)

2. Wie verhalte ich mich bei Symptomen und wo sollte ich mich hinwenden?

In den allermeisten Fällen handelt es sich bei Atemwegserkrankungen mit Husten, Fieber oder Atemnot um eine Erkältung oder einen grippalen Infekt. Beachten Sie dann unser Merkblatt zum Schutz vor Infektionskrankheiten.

Sie sollten sich auf das Virus (2019-nCov) testen lassen, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  1. wenn Symptome einer Lungenerkrankung (mit oder ohne Fieber sowie mit oder ohne Husten) bestehen und
  2. ein Aufenthalt in einem der offiziellen Risikogebieten während der letzten 14 Tage stattfand.

ODER: 

  1. wenn Symptome einer Lungenerkrankung (wie Fieber und Husten) unabhängig von der Schwere bestehen und
  2. Kontakt mit einem bestätigten Fall von 2019-nCoV innerhalb der letzten 14 Tage bestand.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat in Hessen 10 zentrale Untersuchungsstellen zum Testen eingerichtet. Die Ärzte wurden darüber informiert und sollen begründete Verdachtsfälle dorthin überweisen (nicht mehr an das Gesundheitsamt). Die Standorte werden vorerst nicht öffentlich bekannt gegeben, um zu verhindern, dass jeder selbstständig dorthin geht. Betroffene erhalten vom Arzt die Kontaktdaten. Auch hier gilt: Zunächst muss man sich telefonisch an die Untersuchungsstelle wenden. Für Offenbach ist ein Zentrum in Frankfurt zuständig.

Bei leichten Erkrankungen sollten Sie mindestens 14 Tage zuhause bleiben und den Hausarzt für eine Krankschreibung kontaktieren. Sie sollten nicht das Haus/die Wohnung verlassen und sich auskurieren. Aufenthalte im Garten sind erlaubt, wenn 5 Meter Abstand zu weiteren Personen besteht. Oberste Priorität ist jetzt, dass das Virus sich nicht weiter ausbreitet.

3. Was passiert im Verdachtsfall?

Wenn bestimmte Kriterien vorliegen, hier also das Vorliegen von Symptomen einer Atemwegsinfektion (z.B. Husten) und ein Aufenthalt in einem Risikogebiet in den letzten 14 Tagen erfolgt ist, oder ein Kontakt zu einer an 2019-nCoV erkrankten Person nicht länger als 14 Tage zurückliegt, dann erfolgt zunächst unter Einhaltung hygienischer Maßnahmen (u.a. Mund-Nase-Schutz) eine körperliche Untersuchung. Diese kann ein Hausarzt vornehmen. Sollte sich anhand des Krankheitsbildes und der oben genannten weiteren Kriterien der Verdacht erhärten, wird der mutmaßlich Erkrankte an eine Untersuchungsstelle überwiesen, wo bei begründetem Verdacht der Test auf das Virus erfolgt. Bis das Ergebnis des Schnelltests vorliegt, kann es mehrere Tage dauern. Solange wird ein Patient in der Klinik oder in häuslicher Quarantäne bleiben. Das zuständige Gesundheitsamt wird über den Verdachtsfall und das Ergebnis des Tests informiert. Es erfolgt täglich eine Bewertung der Situation durch wissenschaftliche Institute. Die Entscheidung wird auf Grundlage der tagesaktuellen Erkenntnislage getroffen.

4. Sind die Offenbacher Kliniken auf das Coronavirus vorbereitet?

Die Offenbacher Kliniken sind wie alle Krankenhäuser in Hessen gut vorbereitet, um Erkrankte mit neuen Infektionskrankheiten versorgen zu können. Hierfür gibt es Planungen in den Krankenhausalarmplänen und den Hygieneplänen. Die Krankenhäuser halten Schutzkleidung vor, um auch sehr infektiöse Patienten behandeln zu können und trainieren ihr Personal regelmäßig für solche Situationen. Auch Räumlichkeiten zur Behandlung von Infektionspatienten sind an jedem Krankenhaus ausgewiesen. Ob eine Behandlung erkrankter Personen (also mit nachgewiesenem Coronavirus) auf der Isolierstation erfolgen kann oder muss, ist eine klinische Entscheidung, die je nach Fall nach Konsultation des Kompetenzzentrums in Frankfurt erfolgen wird. Ein Schutz vor Ansteckung ist bei korrekter Anwendung der empfohlenen Hygienemaßnahmen auch für medizinisches Personal und den Rettungsdienst gegeben.

5. Müssen Corona-Erkrankte in Quarantäne?

Personen, bei denen ein Labortest vorgenommen werden muss, weil sie die Kriterien (siehe Frage 1) erfüllen, müssen bis zum Testergebnis isoliert werden, in der Regel zuhause. Bei einem positiven Testergebnis folgt in der Regel die Anordnung, sich in 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben. Eine stationäre Aufnahme erfolgt nur bei schweren Symptomen zwecks Behandlung. Die Unterbringung im Krankenhaus muss zum Schutz der anderen Patienten und des Klinikpersonals in einem Isolierzimmer erfolgen. In der Regel handelt sich hierbei aber nicht um spezielle Quarantäne-Einrichtungen, sondern um normale Patientenzimmer, die für die besondere Situation vorbereitet werden.

Quarantänezwang: Das Land Hessen hat Regelungen für eine zwangsweise Unterbringung von Personen getroffen, die sich nicht an die Quarantäne- bzw. Isolationsverfügung der Gesundheitsämter bzw. Ordnungsämter halten. Hierfür stehen Einrichtungen in Frankfurt und Darmstadt zur Verfügung.

6. Was müssen Reisende beachten?

Eine Ein- oder Rückreise aus einem EU-Mitgliedsstaat, einem Schengen-assoziierten Staat oder Großbritannien sowie Nordirland nach Hessen ist wieder möglich, ohne sich danach in Quarantäne begeben zu müssen. Allerdings gilt: Wer aus einer Region einreist, in der die Neuinfizierten-Zahl mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage aufweist, muss sich in Quarantäne begeben. Die entsprechenden Länder werden im Lagebericht der Bundesregierung ausgewiesen und vom Robert Koch-Institut veröffentlicht.

Drittstaaten: Für die Rückkehr aus allen Ländern und Regionen, die als Risikogebiet gelten, besteht weltweit weiterhin die Quarantänepflicht. Auch dann, wenn die Einreise aus einem Drittstaat durch einen EU- oder Schengen-Staat erfolgt ist. Eine Quarantäne ist entbehrlich, wenn der Ein- oder Rückreisende nachweisen kann, dass er nicht an COVID-19-infiziert ist oder das Robert Koch-Institut aufgrund der dortigen epidemiologischen Lage die Entbehrlichkeit von Schutzmaßnahmen in Bezug auf Ein- und Rückreisende ausdrücklich festgestellt hat.

Das Robert-Koch-Institut führt wieder eine Liste der Risikogebiete: Wer aus einer Region einreist, die als Risikogebiet gilt, muss nach der Rückkehr nach Deutschland in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Die Risikogebiete werden im Lagebericht der Bundesregierung ausgewiesen und vom Robert Koch-Institut veröffentlicht. Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion besteht.

Wer durch eine Rückkehr aus einem Risikogebiet in Hessen unter die Quarantänepflicht fällt, muss sich unverzüglich eigenständig mit seinen Kontaktdaten an das Stadtgesundheitsamt wenden (Telefon: 8065-2111 oder -2121 oder E-Mail: coronaoffenbachde).

Stand: 1. Juli 2020

8. Kann der neuartige Coronavirus auf Haus- oder Nutztiere übertragen werden?

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Robert Koch-Institut gibt es bisher keine Informationen aus China oder anderen mit dem neuen Coronavirus betroffenen Ländern, die darauf schließen lassen, dass der menschliche neuartige Coronavirus auf Haus- oder Nutztiere übertragen werden kann. Es gibt auch keine Hinweise, dass Hunde und Katzen mögliche Überträger darstellen.

Grundlegende Prinzipien der Hygiene (gründliches Händewaschen mit Seife) sollten beim Umgang mit Tieren aber weiterhin beachtet werden.

Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen (siehe auch Einschätzung des European Centre for Disease Control www.ecdc.europa.eu und der WHO www.who.int) oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Der Kontakt gesunder Personen zu Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen aus Sicht des Friedrich-Loeffler-Instituts nicht eingeschränkt werden. Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (zum Beispiel Hände gründlich mit Seife waschen).

Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit FAQ SARS-CoV-2 /Covid-19

9. Welches Ziel verfolgen die Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen?

Grafik: Belastung des Gesundheitssystems ohne und mit Schutzmaßnahmen
© Stadt Offenbach

Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen – all diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Denn dann können alle schwer Erkrankten gut medizinisch versorgt werden. Die Grafik veranschaulicht, wie das Gesundheitssystem (Krankenhäuser, Ärzte usw.) belastet wird, wenn viele Menschen sich innerhalb einer kurzen Zeit anstecken. Helft mit, die Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen!

10. Was ist eine Mund-Nasen-Bedeckung und wo muss ich diese tragen?

Als Mund-Nasen-Schutz zählt jeder Schutz vor Mund und Nase, der auf Grund seiner Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Neben den so genannten oft selbst genähten Alltagsmasken zählen auch Schals oder Tücher dazu. Es können auch Gesichtsvisiere verwendet werden.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden:

  • in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs (Bus, Bahn, Taxi, Schiff und Flugzeug)
  • in Bahnhöfen und Flughäfen sowie in anderen Einrichtungen, die passiert werden müssen, um das Transportmittel besteigen zu können (zum Beispiel Bushaltestellen, U-Bahn-Stationen, Bahnsteige und Schiffsterminals)
  • im Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen usw.
  • auf dem Wochenmarkt
  • in allen Gesundheitseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern und Arztpraxen
  • in überdachten Einkaufszentren und in Ladenstraßen (Ladenstraßen sind überdachte oder überdeckte Flächen, an denen Verkaufsräume liegen und die dem Kundenverkehr dienen)
  • in Spielhallen und Spielbanken
  • in geschlossenen Räumen von Museen, Schlössern und Gedenkstätten sowie von Tierparks und Zoos
  • bei der Erbringung und Entgegennahme von körpernahen Dienstleistungen (Friseur, Fußpflege, Tattoostudio etc.)
  • Die Bedeckungspflicht gilt auch für Küchenpersonal und Servicekräfte, während sie ihre Tätigkeit ausüben. 

11. Was ist wieder erlaubt, was nicht?

Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (CoKoBeV) ersetzt die Dritte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 14. März 2020 sowie die Vierte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 17. März 2020. Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung regelt die Bedingungen, unter denen eine stufenweise Rückkehr in eine gewisse Form der Normalität unter Pandemiebedingungen möglich ist.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes oder in einer Gruppe von maximal zehn Personen gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Gemeinsames Grillen oder Picknicken sowie Tanzveranstaltungen in der Öffentlichkeit sind unabhängig von der Personenzahl verboten. Sie sind generell dazu geeignet, das Abstandsgebot zu gefährden. Die Wahrnehmung von Kultur- und Bildungsangeboten sowie Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind unter strengen Voraussetzungen ebenfalls erlaubt. 

Die Öffnung von Einrichtungen sowie der Sportbetrieb unterliegen ebenfalls strengen Auflagen, um soziale Nahkontakte zu minimieren und das Infektionsrisiko zu senken.

FAQs Corona-Schule