Sprungmarken
Suche
Suche

Das Robert Koch-Institut hat einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog online gestellt, der regelmäßig aktualisiert wird. Die Stadt Offenbach ergänzt mit eigenen FAQs alle Informationen, die Offenbach betreffen.

FAQs Allgemeine Informationen

1. Was bedeutet das neue Infektionsgesetz des Bundes und der hessische Zwei-Stufen-Plan?

Das Gesetz wurde am 13.04.2021 vom Kabinett und am 21.04.2021 vom Deutschen Bundestag beschlossen. Am 22. April hat sich der Bundesrat damit befasst. Am 23. April ist das Gesetz in Kraft getreten. Auf Grundlage der Inzidenzen der letzten drei Tage bewerten und veröffentlichen dann alle Landkreise und kreisfreie Städte, welche Regeln bei ihnen am übernächsten Tag gelten. Das erste Mal greift das Gesetz also am 24.04.2021.

Abhängig von der Inzidenz und der Dauer der Inzidenz gelten unterschiedliche Regelungen. Bei einem Inzidenzwert über 100 gelten Bunderegelungen mit der Bundesnotbremse. Für die Inzidenz bis 150 oder 165 werden gesonderte Regeln in Bezug auf Geschäfte und Schulen und Kitas angewendet. Bei einem Inzidenzwert unter 100 gelten die hessischen Landesregelungen mit zwei Stufen.

Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Anzahl der Neu-Infektionen je 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) den Wert von 100, so gelten dort am übernächsten Tag bundeseinheitliche Regelungen (Bundesnotbremse).
Beispiel: Die 7-Tage-lnzidenz liegt am 03.05., 04.05. und 05.05. über dem Wert von 100. Die Bundesregelung tritt am 07.05. um 00:00 Uhr in Kraft (Sonn- und Feiertage werden hierbei nicht mitgezählt).

Liegt die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 tritt am übernächsten Tag die Bundesnotbremse außer Kraft und es gelten die hessischen Landesregelungen (Zwei-Stufen-Plan: Stufe 1 und 2). Beispiel: Die 7-Tage-lnzidenz von 100 wird am 30.04., 03.05., 04.05., 05.05., 06.05. unterschritten. Die Bundesnotbremse tritt am 08.05, um 00:00 Uhr außer Kraft (Sonn- und Feiertage werden hierbei nicht mitgezählt).
Liegt die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100, treten am übernächsten Tag die hessischen Landesregelungen mit Stufe 1 in Kraft. Liegt die Inzidenz an weiteren 14 aufeinanderfolgende Tage unter 100 oder fünf aufeinanderfolgenden Tage unter 50, tritt am nächsten Tag Stufe 2 in Kraft.
Steigt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 100, gilt am übernächsten Tag erneut die Bundesnotbremse. 

2. Wie kann ich mich und andere schützen

Als Schutzmaßnahme – auch vor der Grippe – sind alle dazu angehalten, weiterhin einfache Hygieneregeln zu beachten:

  • in die Armbeuge husten oder niesen,
  • Einmaltaschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch entsorgen,
  • Händeschütteln vermeiden,
  • gründliches und regelmäßiges Händewaschen
  • nicht mit den Händen die Nasen-, Mund- und Augenschleimhaut berühren (zum Beispiel nach Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden),
  • Smartphone, Handy, Tablet etc. regelmäßig desinfizieren.
  • wie immer in der Erkältungszeit, wenn möglich, Menschenansammlungen meiden.
  • Erkrankte sollten den Kontakt zu älteren Menschen meiden
  • generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
  • nach Möglichkeit auf Reisen verzichten
  • wenn möglich von zu Hause aus arbeiten
  • jegliche Kontakte reduzieren
  • Abstand halten (1,5 Meter)
  • Mund-Nasen-Schutz tragen

Warum Abstand und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung so wichtig sind, zeigt eine 3D-Visualisierung der Süddeutschen Zeitung. Dort ist zu sehen, wie schnell sich Viren verbreiten und wie lange Aerosole mitunter in der Luft hängenbleiben kann. 

3. Wie verhalte ich mich bei Symptomen und wo sollte ich mich hinwenden?

Oft handelt es sich bei Atemwegserkrankungen mit Husten, Fieber oder Atemnot um eine Erkältung oder einen grippalen Infekt. Beachten Sie dann unser Merkblatt zum Schutz vor Infektionskrankheiten.

Sollten Bürgerinnen und Bürger Krankheitssymptome wie starken Husten, höheres Fieber oder Atemnot verspüren, sollen sie:

  • sich telefonisch an ihre Hausärztin oder an ihren Hausarzt wenden. Diese klären das weitere Vorgehen ab.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat in Hessen zentrale Untersuchungsstellen zum Testen eingerichtet. Die Ärzte wurden darüber informiert und sollen begründete Verdachtsfälle dorthin überweisen. Die Anmeldung erfolgt unter 116117 oder über den eigenen Hausarzt. In Offenbach gibt es seit Januar 2021 ein Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung. PCR-Tests aus privaten Gründen werden in diesem Zentrum nicht durchgeführt. 

Bei leichten Erkrankungen sollten Sie mindestens 14 Tage zuhause bleiben und den Hausarzt für eine Krankschreibung kontaktieren. Sie sollten nicht das Haus/die Wohnung verlassen und sich auskurieren. Aufenthalte im Garten sind erlaubt, wenn 5 Meter Abstand zu weiteren Personen besteht. Oberste Priorität ist, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet.

4. Was passiert im Verdachtsfall?

Nach körperlichen Symptomen (unter anderem Husten, Atemnot, hohes Fieber) erfolgt zunächst eine körperliche Untersuchung. Diese kann ein Hausarzt vornehmen. Sollte sich der Verdacht auf eine Corona-Infektion erhärten, wird der mutmaßlich Erkrankte an eine Untersuchungsstelle überwiesen, wo bei begründetem Verdacht der Test auf das Virus erfolgt. Bis das Ergebnis des Tests vorliegt, kann es mehrere Tage dauern. Solange muss ein Patient in häuslicher Quarantäne bleiben.  

Wenn der Test positiv ist, wird das Stadtgesundheitsamt vom Labor informiert. Das Stadtgesundheitsamt nimmt Kontakt mit dem Infizierten auf, ermittelt enge Kontaktpersonen und ordnet eine Quarantäne für den Infizierten und eventuell für die Kontaktpersonen an. Mehr hierzu unter:

Wenn ein ein Kontakt zu einer nachweislich an Corona erkrankten Person in den letzten 14 Tagen erfolgte, bitte umgehend das Stadtgesundheitsamt Offenbach mit folgendem Fragebogen kontaktieren:

5. Müssen Corona-Erkrankte in Quarantäne?

Personen, bei denen ein PCR vorgenommen werden muss, müssen bis zum Testergebnis isoliert werden, das in der Regel Zuhause. Bei einem positiven Testergebnis folgt die Anordnung, sich 14 Tage (maximal 21 Tage, je nach Testergebnis am 13/14 Tag) in eine häusliche Quarantäne zu begeben. Eine stationäre Aufnahme erfolgt nur bei schweren Symptomen zwecks Behandlung. Die Unterbringung im Krankenhaus muss zum Schutz der anderen Patienten und des Klinikpersonals in einem Isolierzimmer erfolgen. In der Regel handelt sich hierbei aber nicht um spezielle Quarantäne-Einrichtungen, sondern um normale Patientenzimmer, die für die besondere Situation vorbereitet werden.

Mehr zur Quarantäne nach einem positivem Testergebnis unter: 

6. Sind Infektionen mit SARS-CoV-2 meldepflichtige Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten?

Bei einer Erkrankung an COVID-19 kann es sich um einen Arbeits-/Schulunfall oder eine Berufskrankheit (BK) handeln. Sind Beschäftigte erkrankt und gibt es Anhaltspunkte dafür, dass sie sich bei der Arbeit infiziert haben, sollten sie ihren Arbeitgeber oder ihre Arbeitgeberin informieren.
Eine symptomlose Corona-Infektion ist kein meldepflichtiger Versicherungsfallfall, eine Meldung kann aber unter Umständen sinnvoll sein (Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung).
Mehr dazu unter:

7. Kann der neuartige Coronavirus auf Haus- oder Nutztiere übertragen werden?

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Robert Koch-Institut gibt es bisher keine Informationen aus China oder anderen mit dem neuen Coronavirus betroffenen Ländern, die darauf schließen lassen, dass der menschliche neuartige Coronavirus auf Haus- oder Nutztiere übertragen werden kann. Es gibt auch keine Hinweise, dass Hunde und Katzen mögliche Überträger darstellen.

Grundlegende Prinzipien der Hygiene (gründliches Händewaschen mit Seife) sollten beim Umgang mit Tieren aber weiterhin beachtet werden.

Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen (siehe auch Einschätzung des European Centre for Disease Control www.ecdc.europa.eu und der WHO www.who.int) oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Der Kontakt gesunder Personen zu Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen aus Sicht des Friedrich-Loeffler-Instituts nicht eingeschränkt werden. Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (zum Beispiel Hände gründlich mit Seife waschen).

Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit FAQ SARS-CoV-2 /Covid-19

8. Sind die Offenbacher Kliniken auf das Coronavirus vorbereitet?

Die Offenbacher Kliniken sind wie alle Krankenhäuser in Hessen gut vorbereitet, um Erkrankte mit neuen Infektionskrankheiten versorgen zu können. Hierfür gibt es Planungen in den Krankenhausalarmplänen und den Hygieneplänen. Die Krankenhäuser halten Schutzkleidung vor, um auch sehr infektiöse Patienten behandeln zu können und trainieren ihr Personal regelmäßig für solche Situationen. Auch Räumlichkeiten zur Behandlung von Infektionspatienten sind an jedem Krankenhaus ausgewiesen. Ob eine Behandlung erkrankter Personen (also mit nachgewiesenem Coronavirus) auf der Isolierstation erfolgen kann oder muss, ist eine klinische Entscheidung, die je nach Fall nach Konsultation des Kompetenzzentrums in Frankfurt erfolgen wird. Ein Schutz vor Ansteckung ist bei korrekter Anwendung der empfohlenen Hygienemaßnahmen auch für medizinisches Personal und den Rettungsdienst gegeben.

9. Welches Ziel verfolgen die Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen?

Grafik: Belastung des Gesundheitssystems ohne und mit Schutzmaßnahmen
© Stadt Offenbach

Abstand halten, Maske tragen – all diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Denn dann können alle schwer Erkrankten gut medizinisch versorgt werden. Die Grafik veranschaulicht, wie das Gesundheitssystem (Krankenhäuser, Ärzte usw.) belastet wird, wenn viele Menschen sich innerhalb einer kurzen Zeit anstecken. Helft mit, die Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen!

10. Was ist eine medizinische Maske oder eine Mund-Nasen-Bedeckung und wo muss ich diese tragen?

Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jede ans Gesicht anliegende Bedeckung von Mund und Nase, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Plastikvisiere sind davon nicht erfasst, sie sind keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung. Auch Motorradhelme sind keine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung.
Als medizinische Masken gelten OP-Masken oder virenfilternde Masken der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbare Masken.

Seit dem 23. Januar 2021 müssen medizinische Masken (OP-Maske oder FFP2) unter anderem grundsätzlich in folgenden Bereichen getragen werden:
im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr, in Bahnhöfen und Flughäfen sowie Bushaltestellen und Bahnsteigen, in den Publikumsbereichen des Groß- und Einzelhandels, Bank- und Postfilialen, Tankstellen, Wäschereien und ähnlichen Einrichtungen, in überdachten Einkaufszentren und auf überdachten Straßen und Flächen mit Geschäften, in den Publikumsbereichen der Wochenmärkte, in Gottesdiensten und bei Trauerfeierlichkeiten (auch am Platz). 

Hier muss eine FFP2-Maske getragen werden:

  • Bei einer Inzidenz über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs (Bus, Bahn, Taxi) sowie Bushaltestellen, S/U-Bahn-Stationen und Bahnsteigen
  • in Alten- und Pflegeheimen (Personal und Besucher mit Ausnahmen)

Des Weiteren muss eine Mund-Nasen-Bedeckung (allerdings keine medizinische Maske) getragen werden: 

  • auf stark frequentierten Verkehrswegen, Plätzen und Flächen unter freiem Himmel, sofern dort eine durchgängige Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu Personen anderer Hausstände nicht möglich ist, insbesondere in Fußgängerzonen und an Verkehrsknotenpunkten
  • in Fahrzeugen, wenn sich im Fahrzeug Personen befinden, die mehr als zwei Hausständen angehören 
  • bei der Abholung von Speisen in der Gastronomie sowie in Kantinen und Mensen bis zum Sitzplatz

Für die Stadt Offenbach gelten weitere spezielle Regeln zum Tragen einer eine Mund-Nasen-Bedeckung - diese sind unter dem Punkt "Lockdown" zu finden (siehe Link unten).

10. Was ist erlaubt, was nicht?

Auf unserer Seite "Was ist erlaubt, was nicht" informieren wir ausführlich über die einzelnen Regelungen und Vorgaben, die in der Stadt Offenbach gelten.

Testmöglichkeiten, Testtypen, PCR-, Selbst- und Schnelltests

Informationen und Quarantäneregeln nach positivem Corona-Test

Nach einem positivem Test auf das SARS-CoV-2 sollten Bürgerinnen und Bürger aus Offenbach bestimmte Regeln beachten, vor allem die Quarantäne und Meldepflicht. 

Informationen für Reisende

Personen, die eine Auslandsreise planen, finden hier Informationen zu Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten und Test- und Quarantänepflichten: 

Informationen für Eltern und Kinder

Auf dieser Seite finden Familien mit Kindern unter anderem Fragen und Antworten zum Schul- und Kitabesuch, was bei einer möglichen Corona-Infektion zu tun ist, wie das Gesundheitsamt handelt. Dazu Informationen wie das Thema Corona kindgerecht aufbereitet werden kann und wo es Unterstützung gibt.

Frage-Antwort-Katalog Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut hat einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog online gestellt, der regelmäßig aktualisiert wird. Unter dem nachfolgendem Link gelangen Sie direkt zu den Fragen und Antworten. Ergänzend finden Sie auf dieser Seite alle Informationen, die Offenbach betreffen.

Stand 18. Mai 2021