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Mädchen mit Maske
Maske tragen, Hände waschen und Abstand halten, um gesund zu bleiben © shutterstock.com
Corona - Kinder - Schulbesuch: Weil dieser Dreiklang mit Fragen verbunden ist, haben wir hier Antworten zusammengestellt.
Vom 16. Dezember bis 18. Dezember gibt es keine Präsenzpflicht an Schulen.

Was ist bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet zu beachten?

Schulkinder und Eltern müssen sich umgehend in Quarantäne begeben. Ein Corona-Test kann erst ab dem fünften Tag der Quarantäne gemacht werden. Ist dieser negativ, kann das Kind wieder zur Schule gehen. Ist er positiv, bleibt das Kind weiterhin in Quarantäne. Test aus dem Ausland werden nicht mehr akzeptiert. 

Welche typischen Symptome treten bei einer Corona-Infektion auf?

Die Symptome gleichen anfangs einer Erkältung, typisch sind außerdem hohes Fieber (über 38 Grad), trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Einige Menschen verlieren vorübergehend ihren Geruchs- und Geschmacksinn. 

Ein Schnupfen allein deutet nicht unbedingt auf eine Corona-Infektion hin und ist kein Grund ein Kind zu Hause zu lassen. 

Wie hoch ist das Infektionsrisiko von Kindern?

Kinder sind nach Angaben des RKI grundsätzlich empfänglich für eine Infektion und können dadurch auch andere infizieren. Jedoch sind Kinder seltener betroffen als Erwachsene und damit nicht Treiber der Pandemie. Kinder und Jugendliche zeigen häufig keine oder nur milde Symptome, schwere Verläufe sind deutlich seltener als bei Erwachsenen. 

Ausbrüche in Schulen und Kitas werden beobachtet und können bislang gut kontrolliert werden. Bislang wurden mehr als 2.600 Kinder getestet, weil in der Klasse oder Kita-Gruppe ein positiver Fall aufgetreten war.

Gilt eine Maskenpflicht für Kinder?

Es gilt im Unterricht an Grundschulen und an weiterführenden Schulen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Es werde spezielle Maskenpausen im Freien eingelegt, bei denen die Kinder unter Abstand von 3 Metern untereinander die Masken zeitweise ablegen dürfen.

Was mache ich, wenn mein Kind Krankheitssymptome zeigt/ positiv getestet wurde?

  • Kranke Kinder dürfen die Schule nicht besuchen. Aufgrund des derzeit allgemeinen Risikos einer Ansteckung mit dem Corona-Virus muss Ihr Kind bei Auftreten typischer Atemwegssymptome oder Magen-Darm-Infekten unbedingt zu Hause bleiben, bis die Symptome abgeklungen sind. Lassen Sie Ihr Kind vom Arzt für 14 Tage krankschreiben.
  • Sollte Ihr Kind positiv auf Sars-CoV-2-Virus getestet werden, wird es in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt. Dort soll es die Infektion in Ruhe auskurieren.
  • Während der Quarantäne darf Ihr Kind keinen Kontakt zu anderen Menschen außerhalb des Haushalts haben. 
  • Die Quarantäne muss zwingend eingehalten werden, damit keine weiteren Menschen infiziert werden. Wer die Quarantäne missachtet, muss mit Geldbußen von bis zu 25.000 Euro rechnen.
  • Das Stadtgesundheitsamt ermittelt außerdem, welche Personen engen Kontakt mit Ihrem Kind hatten. Dies sind in der Regel die mit dem Kind in einem Haushalt zusammenlebenden Menschen, ggfs. auch Freunde, Bekannte, Mitschüler, Lehrer.
  • Diese Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt angerufen und müssen sich vorsorglich ebenfalls in Quarantäne begeben.
  • Von Ihrem Arzt erhalten Sie eine Krankschreibung für die Schule.
  • Sollte sich die Erkrankung im Verlauf der Quarantänezeit verschlimmern, suchen Sie mit Ihrem Kind einen Arzt auf. Rufen Sie auf jeden Fall zuerst dort an, bevor sie hingehen!
  • Bei Fragen können sich zu jeder Zeit (auch nachts und am Wochenende) an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden (Telefon: 116 117). In akuten Notfällen wählen Sie den Notruf 112. Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist jedoch nur bei schweren Verläufen notwendig, die bei Kindern in der Regel nicht auftreten.

Wie werden Eltern informiert?

  • Die Kontaktnachverfolgung ist eine extrem zeitaufwändige Aufgabe, der das Gesundheitsamt an sieben Tagen die Woche von frühmorgens bis spät in den Abend nachkommt. Bei weiter steigenden Infektionszahlen stellt die Kontaktnachverfolgung eine erhebliche Anstrengung dar.
  • Deshalb kann es zunehmend dazu kommen, dass Eltern keine Benachrichtigung durch das Gesundheitsamt erhalten. Dies geschieht insbesondere dann, wenn das Gesundheitsamt bei diesem Kind kein weiteres Vorgehen für notwendig hält.
  • Die Schul- und Kitaleitungen sind angehalten, alle Informationen des Gesundheitsamtes an die betroffenen Eltern weiterzuleiten, um Verzögerungen in den Abläufen des Gesundheitsames möglichst zu vermeiden. Bis alle Eltern telefonisch erreicht wurden, vergeht oft viel Zeit, die das Gesundheitsamt derzeit nicht hat, da es sich um viele weitere Fälle kümmern muss.
  • Erste Anlaufstelle für Informationen ist immer die Einrichtungsleitung!

Mein Kind könnte Risikopatient sein, was jetzt?

Schülerinnen und Schüler, in deren Familie eine Person an einer Lungenerkrankung wie Asthma, COPD oder Lungenfibrose, Diabetes, Rheuma oder einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Herzens leidet, können, je nach Schwere bis auf Weiteres mit einem ärztlichen Attest vom Unterricht befreit werden.

Wie werden in der Schule erkrankte Kinder und Jugendliche versorgt?

Im Falle einer akuten Erkrankung in der Schule mit Krankheitszeichen wie Krankheitszeichen wie Fieber, trockenem Husten, Atemprobleme, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinns, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall soll, soweit vorhanden, ein Mund-Nasen-Schutz angelegt und die betroffene Person unverzüglich in einen eigenen Raum, möglichst in einen speziell einzurichtenden und grundsätzlich bereitzustellenden Absonderungsraum gebracht werden. Es folgt eine Befreiung vom Unterricht und, bei Minderjährigen, Abholung durch die Eltern.

Warum Abstand- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht?

Abstandhalten und Händehygiene sind der beste Schutz vor dem Virus. Bei Konferenzen oder Schulveranstaltungen muss der Mindestabstand eingehalten werden. Alle 20 Minuten muss der Klassenraum gründlich gelüftet werden. 

Beim Busfahren sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet, einen geeigneten Mund- und Nasenschutz zu tragen. Wir empfehlen, diesen bereits ab Verlassen des Hauses zu tragen, um die Ansteckungsgefahr auch bei der Bushaltestelle entsprechend zu reduzieren. 

Wie sicher ist Radfahren oder zu Fuß gehen?

Wer mit dem Fahrrad oder alleine zu Fuß unterwegs und hat kein Ansteckungsrisiko. Wer zu zweit unterwegs ist, muss auf einen Abstand von mindestens 1,50 Metern achten, je nach Witterung verdünnt sich so ein Virus rasch wie Rauch in der Luft.

Welche Schutzvorkehrungen haben die Schulen getroffen?

Jede Schule hat einen Hygieneplan aufgestellt für den Schulalltag in Corona-Zeiten. Das Konzept können Sie in Ihrer Schule einsehen.

Damit nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig über die Gänge zu den Klassenzimmern und in die Schulhöfe gelangen, haben die Schulen den spezifischen räumlichen Gegebenheiten angepasste Konzepte zur Wegeführung entwickelt. So sind räumliche Trennungen beispielsweise durch Abstandsmarkierungen auf dem Boden oder den Wänden sichtbar.

Darf die Schule einen zweiten Corona-Test verlangen?

Nein. Ein zweiter Corona-Test wird vom Gesetzgeber nicht verlangt, daher darf die Schule diesen Test ebenfalls nicht verlangen, oder Kinder nach Hause schicken, die einen solchen zweiten Test nicht gemacht haben. 

Wenn der erste Corona-Test negativ ausfiel, kann das Kind ganz normal den Unterricht besuchen. Ist er positiv ausgefallen, muss das Kind in Quarantäne und vom Gesundheitsamt betreut werden. Das Gesundheitsamt kann dann entscheiden, ob ein zweiter Corona-Test sinnvoll ist, um sicherzustellen, dass keine Infektion mehr vorhanden ist. Nur wenn das Gesundheitsamt einen zweiten Corona-Test anordnet, ist dieser kostenlos. 

Bei Kontaktpersonen ersten Grades wird in der Regel zweimal getestet: Nach dem Bekanntwerden des Kontakts und nach der vierzehntägigen Quarantäne der Kontaktperson. Wenn auch der zweite Test negativ ist, beendet das Gesundheitsamt die Quarantäne. 

Wie werden die Klassenräume gereinigt?

Ab 27. April 2020 verdoppelt die für die Pflege und Instandhaltung der Offenbacher Schulen zuständige GBM Service GmbH Offenbach der Stadtwerke Unternehmensgruppe die Reinigungsintervalle: Dabei werden unter anderem Türgriffe, Lichtschalter, Handläufe, Armaturen von Waschbecken, in den Toiletten die Sitze und Deckel sowie die Spülungstasten täglich zweimal gereinigt, gleiches gilt für eventuell vorhandene Aufzugtastaturen. Die Waschbecken in den Klassenräumen wurden mit Handtuchspendern mit Einmalhandpapier und Pumpseifen ausgerüstet, die täglich geprüft und bei Bedarf neu bestückt werden. Klassenräume ohne Waschbecken wurden mit Handdesdesinfektionsmittel ausgestattet. 

Wie wird der Unterricht organisiert?

Wenn es für den Unterricht im regulären Klassen- und Kursverband erforderlich und nach den infektionsschutzrechtlichen Vorgaben des Landes Hessen zulässig ist, kann vom Mindestabstand zwischen Schülerinnen und Schülern sowie den unterrichtenden Lehrern abgewichen werden. Wo immer möglich sollte dennoch an der Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,50 Metern festgehalten werden, insbesondere bei Besprechungen und Konferenzen. Der Hygieneplan des Landes Hessen regelt hierzu weitere Einzelheiten.

Die Schulen setzen die Vorgaben des Landes unter Beachtung ihrer Möglichkeiten um. Wenn durch eine Veränderung des lokalen Infektionsgeschehens eine höhere Stufe des Eskalationsplans greift, kann die Gesundheitsbehörde beschränkende Maßnahmen ergreifen. 

Wie wird auf Frischluftzufuhr in der Schule geachtet?

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mindestens alle 20 Minuten müssen die Klassenräume gelüftet werden. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. 

Wie handelt das Gesundheitsamt?

  • Erhält das Stadtgesundheitsamt ein positives Testergebnis aus dem Labor übermittelt, wird die betreffende Person kontaktiert und unter Quarantäne gestellt. Handelt es sich hierbei um ein Kind oder um Eltern eines Kindes, das die Kita oder Schule besucht, werden die weiteren Kontakte des Kindes in der Schule oder Kita ermittelt. Die Schul- oder Kitaleitung wird dann umgehend informiert. 
  • Die Ärzte des Stadtgesundheitsamtes prüfen dann in jedem Einzelfall anhand verschiedener Risikofaktoren, ob gegebenenfalls die gesamte Schulklasse oder Kita-Gruppe des betreffenden Kindes unter Quarantäne gestellt und ggfs. zusätzlich getestet werden muss. Dies ist besonders dann wahrscheinlich, wenn das Kind selbst positiv getestet wurde.
  • Ist das Kind dagegen nur eine Kontaktperson (z. B. zum Vater oder zur Mutter) wird eine Testung des Kindes veranlasst und die Mitschüler/innen bzw. Kinder der selben Kita-Gruppe ebenfalls vorsorglich unter Quarantäne gestellt, bis das Testergebnis bekannt wird. Insbesondere dann, wenn auch das Kind positiv getestet wurde, erfolgt eine Testung aller Kontaktpersonen aus der gemeinsamen Unterrichtsklasse bzw. der gemeinsamen Betreuungsgruppe.
  • In einzelnen Fällen genügt es allerdings, wenn nur diejenigen Kinder ebenfalls in Quarantäne oder getestet werden müssen, die in unmittelbarer Nähe gesessen haben.
  • Wann Quarantäne und/oder Test erfolgen, obliegt einer Risikobewertung anhand festgelegter Kriterien. Hierzu zählen unter anderem Fragen wie:
    • Wurde konsequent ein MNS getragen?
    • Wie gut wurde gelüftet?
    • Wie haben die Kinder zusammengesessen?
    • Wie eng war der Kontakt zu welchen Kindern?
    • Wie lange war das Kind vor Bekanntwerden der Infektion bereits ansteckend?
    • Wo und wie lange hat es sich in dieser Zeit an der Schule aufgehalten?
  • Die Frage, ob ein Kind getestet wird, hängt immer auch davon ab, wie viele Testkapazitäten bei Ärzten und Labors verfügbar sind. Priorität haben immer Patienten mit Symptomen gegenüber Verdachtsfällen ohne Symptome. Außerdem müssen genügend Testkapazitäten für Menschen aus Risikogruppen bereitgehalten werden, zu denen Kinder in aller Regel nicht gehören. Dennoch versucht das Stadtgesundheitsamt auch weiterhin möglichst immer Testmöglichkeiten für Kinder zu organisieren.
  • Zur Bekämpfung der Pandemie sind Tests weniger wichtig als die konsequente Isolierung: Wichtiger ist die Quarantäne. Sollte ein Test nicht zeitnah möglich sein, ist es wichtig, dass die Quarantäne eingehalten wird – ob das Kind am Ende tatsächlich positiv war oder die Quarantäne letztlich nur vorsorglich (und damit nicht notwendigerweise) erfolgte, ist zur Bekämpfung der Pandemie von nachrangiger Bedeutung.

Was passiert, wenn sich ein Schüler oder ein Lehrer infiziert hat?

Sobald das Stadtgesundheitsamt Kenntnis von einem positiven getesteten Schüler hat,kontaktiert es umgehend die Schulleitung und die infizierte Person, die sich sofort in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben muss. Der betroffene Schüler oder Lehrer darf die Schule solange nicht mehr betreten. Anschließend ermittelt das Gesundheitsamt alle engen Kontaktpersonen (z. B. Mitschüler oder Lehrer) des Infizierten, um die Infektionskette nachzuverfolgen und den Ursprung der Infektion zu finden. Ziel ist es, die Infektionskette zu unterbrechen.

Daher werden nur die engen Kontaktpersonen des infizierten Schülers werden vorsorglich in eine 14- tägige häusliche Quarantäne geschickt. Auch sie dürfen die Schule in dieser Zeit nicht mehr betreten. Als enge Kontaktpersonen gelten an einer Schule alle Mitschüler und Lehrer, die sich
zeitgleich im selben Raum mit der infizierten Person über eine Schulstunde hinweg oder länger aufgehalten haben.

Gleiches gilt für Infektionen im privaten Umfeld: Schüler oder Lehrer, die engen Kontakt mit einem infizierten Menschen im privaten Umfeld hatten, gelten als Kontaktperson. Solange sie keine Symptome haben und nicht positiv getestet wurden, gelten sie nicht als infiziert. Sie werden aber vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt und dürfen die Schule nicht mehr betreten.

In welchen Fällen wird die Schule vorübergehend geschlossen?

Die Stadt Offenbach als Schulträger kann im Normalfall keine Schule schließen. Lediglich das Stadtgesundheitsamt kann auf Basis des Infektionsschutzgesetzes eine Schließung verfügen, wenn dies aus Gründen des Infektionsschutzes erforderlich ist.

  • Bei nur einzelnen Infektionsfällen an einer Schule ist eine Schließung der gesamten Schule aus Sicht des Stadtgesundheitsamtes unverhältnismäßig: In der Regel ist es völlig ausreichend, wenn alle Mitschüler oder Lehrer, die im engen Kontakt mit einer infizierten Person waren, vom Unterricht befreit werden. Alle anderen Schüler können weiterhin am Unterricht teilnehmen.
  • Da die Schulen in den Unterrichtsräumen auf den Mindestabstand von 1,5 m und häufiges Lüften achten, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Unterricht gering. Außerhalb des Unterrichts und dort, wo das Abstandhalten nicht praktiziert wird, sollten alle Kinder einen Mund-Nasen-Schutz tragen!
  • Das Stadtgesundheitsamt prüft jeweils im Einzelfall das sinnvollste Vorgehen.

Hygiene-Plan des Landes Hessen zum Download