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Portrait
Jana Lenert, T.S.G. 1847 Bürgel, zeigt Corona die kalte Schulter © Kreation: U9 visuelle Allianz, Foto: Katrin Binner
„Ich zeig Corona die kalte Schulter.“ So lautet das Motto der Impfkampagne, die von der Stadt Offenbach jetzt gestartet wurde. Menschen aus 25 Einrichtungen der Stadt rufen zunächst auf Werbebannern im Außenbereich des Impfzentrums an der Stadthalle dazu auf, sich impfen zu lassen. Mit dabei sind bekannte Persönlichkeiten aus Einzelhandel, Gastronomie, Erziehung und Bildung, dem Gesundheitssystem, Kultur, Sport und dem öffentlichen Personennahverkehr.
Alle Einrichtung bringen dabei unterschiedliche Botschaften zum Ausdruck, weshalb sie zum Impfen aufrufen. „Dann können wir bald wieder zusammen großes Kino auf der Leinwand bewundern“, heißt es beispielsweise auf einem Motiv aus dem Filmklubb. Eine Mitarbeiterin aus dem Seniorenzentrum macht deutlich, dass dann „bald wieder die Ältesten mit ihrer Familie vereint werden können“ und im Sportbereich wird dazu aufgerufen „gemeinsam den größten Gegner zu besiegen: Corona“.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betonte: „Die abgebildeten Personen stehen stellvertretend für die Bereiche, die von der Corona-Krise besonders getroffen wurden und sie geben diesen Einrichtungen ein Gesicht. Alle eint der Wunsch nach einem baldigen Ende der Einschränkungen und Belastungen durch die Pandemie. Und deshalb setzen sie darauf, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Mit der Kampagne wollen wir dafür werben und deutlich machen: Wir in Offenbach halten zusammen.“

Banner an der Stadthalle
Die Plakate an der Stadthalle © Stadt Offenbach
Gesundheitsdezernentin Sabine Groß sagte: „Auch, wenn zurzeit noch nicht ausreichend Impfstoff vorhanden ist, wollen wir dazu anregen, sich mit dem Thema Impfen auseinanderzusetzen. Natürlich ist die Impfung auch weiterhin freiwillig. Allerdings muss uns allen klar sein, dass wir nur durch eine möglichst hohe Immunität schnell zu einem normalen Alltag für alle Menschen zurückkehren können. Je mehr Personen sich impfen lassen, desto schneller können wir gemeinsam die Pandemie überwinden.“
Nicole Werth vom Filmklubb zeigt Corona die kalte Schulter
Nicole Werth vom Filmklubb zeigt Corona die kalte Schulter © Kreation: U9 visuelle Allianz, Foto: Katrin Binner
Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist und damit mehr Termine zum Impfen möglich sind, wird die Stadt die Kampagne auf Plakate und in den sozialen Medien ausweiten. „Einige Menschen sorgen sich um mögliche Nebenwirkungen. Ängste und Unsicherheit sind völlig normal. Wir klären daher gerne über die Impfung auf – auch ein Gespräch mit dem eigenen Hausarzt kann helfen“, erläuterte Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Stadtgesundheitsamtes. Er betonte zudem: „Die aktuell in der EU zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca gelten nach aktuellem Wissensstand als gut verträglich und sicher. Gut verträglich bedeutet, dass keine schweren Nebenwirkungen auftauchen – je nach Impfstoff können in den ersten 24 Stunden Symptome wie bei einer Erkältung und Fieber auftauchen. Das ist ein sicheres Zeichen, dass das Immun-System den Auftrag verstanden hat und zu arbeiten beginnt.“ Bornhofen verweist auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Paul-Ehrlich-Instituts: „Wer sich impfen lässt, reduziert das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs, der mit gefährlichen Symptomen wie Luftnot einhergehen kann. Ebenso werden langfristige Spätfolgen einer Corona-Erkrankung vermindert.“ Noch nicht endgültig bestätigt ist, ob die Impfung auch eine Übertragung des Virus auf andere Menschen verhindert. „Aber hier stimmen erste Erkenntnisse zumindest optimistisch.“
Birgit Mayer
Birgit Mayer, Mitarbeiterin am Seniorenzentrum, zeigt Corona die kalte Schulter © Kreation: U9 visuelle Allianz, Foto: Katrin Binner
Mit der Bannerkampagne an der Stadthalle erhöht das Amt für Öffentlichkeitsarbeit außerdem die Sichtbarkeit für das Impfzentrum: „Die Stadthalle wird rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst bewacht und musste aus Sicherheitsgründen mit Bauzäunen eingezäunt werden“, unterstreicht Bürgermeister Peter Feier. „Neben der allgemeinen Wegeführung und weiteren Informationen schaffen wir jetzt durch eine ansprechende Gestaltung mit Fotomotiven eine wesentlich positivere Atmosphäre, denn das Impfzentrum steht als Symbol dafür, dass wir gegen das Virus nicht mehr wehrlos sind.“

Auch Stadtrat Paul-Gerhard Weiß hofft auf eine hohe Impfbereitschaft: „Bisher war das wirksamste Mittel gegen Corona, Abstand voneinander zu halten. Auch wenn diese Regelung weiterhin gilt, gibt es jetzt wirksame Impfstoffe. Aber nur, wenn ein Großteil der Bevölkerung dieses Angebot in Anspruch nimmt, können wir zurückkehren zu einem corona-freien Alltag in den Schulen und Kitas, in der Wirtschaft und in allen anderen Lebensbereichen.“

An der Kampagne haben folgende Einrichtungen aus der Stadt Offenbach mitgewirkt: Arbeiter-Samariterbund, Berdux Weine, Bootshaus Bürgel, Deutsches-Rotes-Kreuz, Filmklubb, Freiwillige Feuerwehr, Gemaa Tempelsee, Kita 8, Marktbeschicker, OFC Kickers Offenbach, Offenbacher Verkehrs-Betriebe, Oldie Club, Restaurant Bar Achilles, Rudolf-Koch-Schule, Sana-Klinikum (Arzt), Sana-Klinikum (Pflegepersonal), Selbsthilfegruppe Sonnenstrahlen, Seniorentreff Else-Hermann-Saal, Seniorenzentrum, Sportsline, Tafel, Technisches Hilfswerk, TSG Bürgel, Waggon am Kulturgleis (Soziale Plastik e.V.), Wiener Hof<

Offenbach am Main, 1. März 2021