Sprungmarken
Suche
Suche

OB Schwenke vor den Plakaten
© Stadt Offenbach
Die Information aller Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus gehört zu den vielen Herausforderungen, denen sich die Stadt Offenbach aktuell stellen muss.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke sind für die Kampagne der Stadt zwei Aspekte besonders wichtig: „Alle Menschen müssen verstehen, dass die so genannte Kontaktsperre nur funktioniert, wenn sich alle daran halten. Es ist im Gegensatz zu einer Ausgangssperre explizit erlaubt, das Haus zu verlassen. Dies ist ein großer Gewinn an Freiheit. Damit muss aber verantwortungsvoll umgegangen werden. Die Abstandsregeln sind kein Scherz, sondern zwingend ernst zu nehmen.“

Ergänzend zu den mehrsprachigen Hinweisen auf den Plakatständern der Stadt sowie in den Sozialen Medien, im Internet und über die Presse lässt die Stadt ab Montag an die 140.000 Offenbacherinnen und Offenbacher per Briefträger mehr als 70.000 Hauswurfsendungen verteilen. Die Infopost bekommen alle Haushalte in den Briefkasten, auch diejenigen, bei denen Schilder wie „Keine Werbung“ auf dem Deckel kleben. Da es sich bei der Wurfsendung um wichtige Informationen der Stadt handelt, wurde für den Einwurf eine Sondergenehmigung eingeholt.

Infos zur Situation, zu Hilfsangeboten und Kontaktreduzierung in verschiedenen Sprachen

Der Flyer erinnert noch einmal daran, soziale Kontakte zu reduzieren und möglichst daheim zu bleiben. Weiterhin informiert er über Angebote, für sich einkaufen zu lassen, und wichtige Rufnummern, wenn es Fragen zur Lage in Offenbach gibt, zu den derzeit eingeschränkten Serviceleistungen der Stadtverwaltung oder Menschen aufgrund der Isolation Gesprächsbedarf haben. „Dieser Flyer ist ein weiterer Baustein in einem abgestimmten Kommunikationskonzept, für das unser städtisches Amt für Öffentlichkeitsarbeit und die Unternehmenskommunikation der Stadtwerke noch intensiver als ohnehin schon zusammenarbeiten“, sagt Oberbürgermeister Schwenke. „Oberste Priorität unserer Informationspolitik hat derzeit, dass die Menschen sich nicht mehr treffen, um die Zahl der Infektionen und damit auch die Todesrate in Offenbach so gering wie möglich zu halten. Dies wollen wir mit unterschiedlichen Ansprachen über die jeweils geeigneten Kanäle erreichen.“

Besonders wichtig ist für Schwenke, im aktuellen Ausnahmezustand auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in ihrer Herkunftssprache zu informieren. „Dies machen wir im gesamten Stadtgebiet auf den Plakatständern, weiterhin über Handzettel, im Internet und was am allerwichtigsten ist: durch die direkte Ansprache der verschiedenen Gruppen über den Ausländerbeirat unter dem Vorsitz von Abdelkader Rafoud sowie die jeweiligen kulturellen Vereine und Organisationen in unserer Stadt.“

Auch im täglichen Newsletter, den Presseamt und Unternehmenskommunikation schon seit vielen Jahren gemeinsam herausgeben, wird die Aufforderung „Daheim bleiben“ mit den Neuigkeiten zur aktuellen Lage in Offenbach und den Entscheidungen der Politik verbreitet. Zeitungsanzeigen, Plakate und Banner an prägnanten Stellen im gesamten Stadtgebiet fordern unter dem Motto „Schön euch nicht zu sehen“ und auch mehrsprachig zum Daheimbleiben auf. Die Kommunikatoren von Stadt und Stadtwerken arbeiten hier eng mit Offenbacher Agenturen zusammen. Die Informationskampagne hat U9 konzipiert und gestaltet, das urban media project mit dem Team von Loimi Brautmann hat mit “offenbach united“ eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die Offenbacher vorstellen, die vom Arzt über den Müllwerker bis zum Stadtpolizisten in der aktuellen Situation zu Helden werden.

Geschichten dieser Art sowie die Neuigkeiten werden auch auf der gemeinsamen Homepage von Stadt und Stadtwerken verbreitet. Um diese in der Krisenzeit so aktuell wie möglich zu halten, arbeiten die Online-Redaktionen von Stadt und Unternehmenskommunikation zurzeit sieben Tage die Woche im Schichtdienst. Sie haben unter www.offenbach.de/corona ein enormes Informationsangebot rund um das Corona-Virus aufbereitet – so auch etwa zu Lieferdiensten von Restaurants in Offenbach oder Online-Angeboten für die Familie. Alle aktuellen Nachrichten und Angebote platzieren die Onliner auch in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram, mit denen jeweils unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden.

Wichtige Zielgruppe sind auch Jugendliche

Neben den mehrsprachigen Gemeinschaften sind im Moment auch die jungen Offenbacher eine besonders wichtige Zielgruppe. „Die meisten Bürgerinnen und Bürger halten sich an das Kontaktverbot. Wir wollen auch bei den Jugendlichen das Bewusstsein für die aktuelle Gefahrenlage schärfen“, so Schwenke. „Denn viele junge Menschen sind Träger des Virus, ohne das zu wissen, weil sie keine oder nur leichte Symptome haben. Und diese jungen Menschen können dann ohne es zu wissen ältere Menschen anstecken. Zum Beispiel ihre Eltern oder Großeltern, für die das Virus besonders gefährlich werden kann. Deshalb sprechen wir sie jetzt auch mit einer sehr provokanten Kampagne direkt an. Darin wollen wir den Zusammenhang zwischen jungen Menschen als Virenträger und dem tödlichen Ansteckungsrisiko für die Eltern- und Großelterngeneration herstellen.“

„Deine Party“ heißt es beispielsweise auf Plakaten und in den sozialen Netzwerken, danach folgt ein Grabstein mit der Inschrift „Deine Mudda“ oder „Dein Vadda“ – verbunden mit dem klaren Hinweis: „Corona kann deine Liebsten töten. Bleib zuhause. #stayhome“. Bisher kommt diese Kampagne insbesondere auf Instagram – einem wichtigen Medium für junge Menschen – sehr gut an. Sie wurde nun auch an bei Jugendlichen beliebten Treffpunkten wie der Hafentreppe, der Besuchertribüne im Wetterpark, am Mainufer und der Fußgängerbrücke am Hafen als Plakat oder Banner aufgehängt, um klar zu machen, dass diese Regeln auch für Jugendliche gelten, damit sie helfen jetzt Leben zu retten.

5. April 2020