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Die Ausbreitung des Corona-Virus hat den Alltag aller Menschen in Deutschland und weltweit in kurzer Zeit radikal verändert. Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zählen zu den Risikogruppen. Wenn Alter und Vorerkrankung zusammenkommen ist es besonders gefährlich.

Um sich selbst, die Familienmitglieder und alle Kontaktpersonen zu schützen, müssen das Händeschütteln und Umarmen derzeit unterlassen, Gedränge gemieden und Versammlungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

„Wir alle müssen uns für eine Zeit aus dem öffentlichen Leben soweit es geht zurückziehen, persönlichen Abstand von mindestens zwei Metern halten und den öffentlichen Personennahverkehr meiden.“

Sozialdezernentin Sabine Groß ist zuversichtlich, dass die älteren Menschen sich in Offenbach besonnen und vorsichtig verhalten. „Sie als ältere Menschen und somit Risikogruppe möchte ich insbesondere auffordern, alle Vorsichtsmaßnahmen zu beherzigen und so Ihre Gesundheit nicht zu gefährden. Hierzu sollen Ihnen die folgenden Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen für ältere Menschen helfen:

  • Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein.
  • Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten nicht in die Betreuung einbezogen werden.
  • Gehen Sie nicht in Arztpraxen, rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, wie Sie sich verhalten sollen.
  • Gehen Sie, falls möglich, nicht in Apotheken, bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie, wenn möglich, Hilfe aus der Familie, der Nachbarschaft oder des Freiwilligenzentrums der Stadt Offenbach an.
  • Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn, durch Supermärkte.
  • Halten Sie Ihre sozialen Kontakte über Telefon oder, wenn möglich, über Skype aufrecht.
  • Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum.
  • Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie Bekannte treffen!“

Aber auch in der aktuellen Situation ist Wachsamkeit vor „falschen Helfern“ notwendig. So fragen Betrüger besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen; angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen. Es wird daher dringend empfohlen, Unbekannten kein Geld zu geben und sie nicht in die Wohnung zu lassen.

Für ältere Menschen die alleine zuhause sind oder im Pflegeheim ist es zudem wichtig, Begegnungen und Austausch auf neuen Wegen zu ermöglichen. „Sehr gut ist es, wenn Einrichtungen und Pflegekräfte Kontakte mit den Familien derzeit zum Beispiel über Telefon oder Skype ermöglichen“, so Groß.

Hilfe und Hotlines der Stadt

In Offenbach gibt es schon eine Reihe von Unterstützungsmöglichkeiten, die älteren Menschen helfen können, gut durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Aktuelle Informationen zu dem Corona-Virus, die richtigen Verhaltensweisen und das Vorgehen der Stadt Offenbach zur Bekämpfung der Pandemie sind auf der städtischen Internetseite unter www.offenbach.de/corona nachzulesen.

Fragen zu Corona beantwortet das Bürgertelefon der Stadt Offenbach. Die Hotline ist von montags bis freitags von jeweils 7 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 069 840004-375 zu erreichen.

Menschen, die Hilfe beim Einkaufen oder für Apothekengänge benötigen, können sich an das Freiwilligenzentrum wenden, das im Auftrag der Stadt Offenbach unter der Rufnummer 069-8236-7039 Hilfe vermittelt.

Beim Gesprächstelefon der Stadt Offenbach stehen Menschen für Gespräche und Austausch zur Verfügung. Hier kann über Ängste und Sorgen in dieser ungewissen Zeit gesprochen werden. „Haben Sie keine Scheu dort anzurufen, auch wenn Sie einfach nur mal mit jemandem reden möchten, weil Ihnen vielleicht die Decke auf den Kopf fällt. Die Kollegen sind von 8 bis 20 Uhr an sieben Tagen der Woche erreichbar. Die Rufnummer lautet 069 8065-4399“, erläutert Groß.

Auch das bundesweite Telefon „Silbernetz“ kann kostenlos zum „einfach-mal-reden“ angerufen werden. Die kostenfreie Rufnummer lautet 0800-4708090 und ist täglich von 8 bis 22 Uhr.

1. April 2020