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Asiatische Betreuerin mit Kindern
© shutterstock.com
Die Kindergärten in Offenbach gehen im neuen Jahr in den eingeschränkten Regelbetrieb über. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante reduziert der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) die Betreuungszeiten für Kinder im Kindergarten und Kinder mit einem Krabbelplatz. Kinder können ihre Einrichtungen ab dieser Woche nur noch von 8 Uhr bis 16 Uhr besuchen. Die sogenannten Randzeiten entfallen, da in diesen eine Trennung der Kita-Gruppen nicht mehr gewährleistet ist. Die Gruppentrennung und damit das Reduzieren von Kontakten ist aber sehr wichtig, um das Infektionsrisiko in Kitas gering zu halten.  

Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß: „Das Betreuungs- und Bildungsangebot in den Kitas ist für die Entwicklung der Kinder unserer Stadt überaus wichtig. Daher bin ich trotz der Einschränkungen erleichtert, dass wir den Regelbetrieb aufrecht halten können. Die Einrichtungen sind und bleiben ein Ort, an dem die Corona-Regeln nicht einzuhalten sind. Kinder können und sollen keinen Abstand von 1,5 Metern zueinander und zu ihren Erzieherinnen und Erziehern einhalten und eine Maske tragen. Deshalb setzen wir auf das Reduzieren von Kontakten und sind eine der sehr wenigen Kommunen in Hessen, die Testungen für Kinder anbieten. Auch vor dem Hintergrund, dass Impfungen für Kinder im Alter von null bis fünf Jahren in absehbarer Zeit nicht möglich sind, bleiben die Tests wichtig. Im Dezember 2021 haben wir 100.000 Lollitests gekauft.“

Mit dem „Hygienekonzept zum Schutz von Kindern und Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen sowie von Kindertagespflegepersonen in Hessen während der SARS-CoV-2-Pandemie des Landes Hessen“ hat die Landesregierung bereits Ende November 2021 die Rückkehr zur strikten Gruppentrennung eingefordert. Alle Kontakte sollen dadurch so weit wie möglich eingeschränkt werden. Für den Großteil der Kinder, die in Kindertagesstätten oder in der Kindertagespflege betreut werden, liegt darüber hinaus noch kein Impfstoff vor. Durch die weitreichenden Kontaktbeschränkungen in den Kitas sollen die Infektionsausbreitung eingedämmt und Kontaktketten bestmöglich nachvollzogen werden.

Die Einhaltung der strikten Gruppentrennung über den gesamten Kita-Tag ist mit den derzeit vorhandenen Personalkapazitäten nicht mehr umsetzbar. Im normalen Regelbetrieb werden die wenigen Kinder in den Randzeiten gruppenübergreifend betreut, das heißt Kinder aus verschiedenen Gruppen werden in einer Gruppe gemeinsam betreut. Bei einer strikten Gruppentrennung ist das nicht mehr möglich. Es müssten für jede Gruppe dann auch in den Randzeiten Mitarbeitende eingesetzt werden, selbst wenn pro Gruppe nur noch sehr wenige Kinder anwesend sind. Bis zu den Weihnachtsferien konnten die städtischen Kitas des EKOs die Betreuung auch in den Randzeiten ermöglichen.

Betriebsleiter des Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) Roberto Priore: „Es war dem EKO dabei ein großes Anliegen, den Eltern, die in der Pandemiesituation genauso wie die Kinder und das Kita-Personal mit enormen Herausforderungen zu kämpfen hatten und immer noch haben, zumindest bis zum Ende des Jahres eine verlässliche Planung zu ermöglichen und sie dann frühzeitig über die Einschränkungen ab dem 10. Januar 2022 zu informieren.“ Ab dem 10. Januar erfolgt demnach eine Reduzierung der Betreuungszeiten für Kinder im Kindergarten und Kinder mit einem Krabbelplatz. Früh- und Spätdienste können nicht mehr angeboten werden, die Betreuungszeiten begrenzen sich auf die Zeit von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. „Für Eltern, die auf die Betreuung angewiesen sind, ist die mit der strikten Gruppentrennung einhergehende Reduktion der Betreuungszeiten eine Entscheidung mit Folgewirkung im Beruf und Alltag. Allerdings reduziert die Einhaltung der strikten Gruppentrennung das Risiko erheblich, dass im Infektionsfall ganze Einrichtungen geschlossen werden müssen. Damit wird also auch dem temporären kompletten Wegfall des Betreuungsangebotes vorgebeugt“, erläutert Roberto Priore weiter.

Bürgermeisterin Sabine Groß ergänzt: „Trotz der Belastung der Eltern mit den verkürzten Betreuungszeiten, haben wir leider wenig Möglichkeiten. Sonst würden wir die Wahrscheinlichkeit der Quarantäne für die gesamten Einrichtungen stark erhöhen. Dass wir es bis Ende des Jahres 2021 hinbekommen haben, die Betreuungszeiten nicht einzuschränken ist ein sehr gutes Zeugnis des Engagements der Mitarbeitenden des EKO.“

Eltern, die für ihre Kinder die Beitragsstufen V (bis zu 44,5 Wochenstunden) und VI (bis zu 50 Wochenstunden) gebucht haben, müssen dann lediglich den Beitrag für die ihnen angebotene Betreuungsstufe bezahlen.

Der eingeschränkte Regelbetrieb gilt vorerst bis Ende März 2022. Sollte sich die Lage vorher entspannen oder die Forderung nach einer strikten Gruppentrennung zurückgenommen werden, dann wird auch der EKO versuchen, bereits früher wieder die Regelbetreuungszeiten anzubieten.

Zahlen und Fakten:

  • Im Januar 2022 haben 3.168 Kinder einen Kita-Platz beim EKO.
  • 736 Kinder können nicht in der von ihnen gebuchten Betreuungsstufe betreut werden. Weitere 656 Kinder können wesentlich, aber nicht vollumfänglich in ihrer Betreuungsstufe betreut werden (8 statt 8,5 Stunden am Tag).
  • Für die weiteren 1.776 Kinder hat die Reduzierung des Betreuungsumfangs keine Auswirkungen.
10. Januar 2022