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Visualisierung des künftigen Marktplatzes
© U9
Die Stadt Offenbach will mit dem geplanten Umbau des Marktplatzes mehr Aufenthaltsqualität am zentralen Verkehrsknoten der Stadt schaffen. Ziel ist es, den Einkaufsstandort zu stärken und die City städtebaulich attraktiver zu gestalten. Der Umbau markiert den Schlussstein der Innenstadtgestaltung.

Projektziel und geplante Änderungen

Zentrales Ziel des Umbaus ist die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und der Innenstadt zwischen Marktplatz, Frankfurter Straße und Wilhelmsplatz ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben. Es soll einen fließenden Übergang zwischen Marktplatz und Fußgängerzone geben, dafür wird ein einheitliches Pflaster gelegt und die Bordsteinkanten werden abgesenkt. Zudem wird es eine einheitliche Beleuchtung im Innenstadtbereich geben, Bänke auf dem Marktplatz sollen zum Verweilen einladen und mehr Bäume gepflanzt werden.

Die Fahrbahn wird um zwei Meter verengt, die Gehwege entsprechend verbreitert. Der Pkw-Durchgangsverkehr darf vorerst weiter über den Marktplatz rollen.

Die Zeltdach-Haltestelle vor der Schwanen-Apotheke wird erneuert. Geplant ist eine hochwertige Stahlkonstruktion, die gestalterisch das Motiv eines Baumes aufgreift - mit Stamm und einem an ein Baumblatt angelehnten Dach. Das Dach wird mit Kräutern, Gräsern und Mauerpfeffer begrünt. Darüber hinaus wird ein Trinkwasserbrunnen im Marktplatz-Bereich realisiert. Der Ottomar-Gassenmeyer-Brunnen wird an der Achse Bieberer Straße / Marktplatz neu aufgestellt und soll ein neuer Aufenthaltsort mit Sitzelementen um den Brunnen werden. 

Weniger Autos - mehr Radfahrer

Ein weiteres Ziel des Umbaus ist auch, den Autoverkehr zu reduzieren und den Radverkehr zu erhöhen. Am Marktplatz gilt künftig Tempo 20. Gleichzeitig wird der Radverkehr gestärkt: Die Radfahrer dürfen entgegen der Fahrtrichtung von der Waldstraße bis zur Höhe Frankfurter Straße und von der westlichen Seite des Wilhelmsplatzes bis zum Marktplatz fahren.

Ein Verkehrsgutachten soll nach dem Umbau klären, ob die veränderten Verkehrsführungen und die Fahrbahnverengung zu weniger Autoverkehr in der Stadtmitte führen.

Kosten

Insgesamt 5,4 Millionen sind für die Erneuerung des Marktplatzes vorgesehen. Finanziert wird das mit den verbleibenden Fördermitteln aus dem Landesprogramm „Aktive Innenstadt“ in Höhe von 940.000 Euro, den Einnahmen aus Straßenbeiträgen in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro und weiteren rund 3,2 Millionen Euro aus dem Budget der Stadt.

Hinzu kommt die Begrünung des neuen Haltestellendaches mit 40.000 Euro, davon 11.000 Euro für das Substrat und die Pflanzen sowie 29.000 Euro für Konstruktion, Statik und Planung. Weitere 36.000 Euro fallen für die Beleuchtung des „Blätterdachs“ an. Die Kosten werden zu 90 Prozent über Landesprogramme gefördert.

Die Kosten für den Trinkwasserbrunnden werden auf 39.000 Euro geschätzt, diese sind ebenfalls zu 90 Prozent förderfähig. Hinzu kommen Unterhaltungskosten von 4.000 Euro jährlich.

Beteiligung der Bürger und Einzelhändler

In insgesamt 30 öffentlichen Veranstaltungen konnten Bürger und Einzelhändler seit 2009 ihre Vorstellungen für die Umgestaltung einbringen.

Stand: September 2020