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Seit vielen Jahren diskutiert Offenbach über eine Verkehrsberuhigung am Wilhelmsplatz. Das große Herz der Stadt soll Besucherinnen und Besuchern, Kunden und Passanten mehr Raum, mehr Sicherheit und mehr Lebensgefühl bieten – ein weltweiter Trend in den Innenstädten, der auch im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz ist. Eine autofreie Testphase ist nun beschlossen. Die Seitenstraßen am Wilhelmsplatz werden deshalb zeitweise ab dem 18. August für drei Monate an Markttagen (dienstags, freitags und samstags) von acht bis 16 Uhr gesperrt, um den Verkehr dadurch zu beruhigen.
Blumenstand auf dem Wochenmarkt
Schöne Aussicht auf dem Wochenmarkt - nun testweise verkehrsberuhigt an Markttagen. © Stadt Offenbach

Testweise Sperrung der Seitenstraßen an Markttagen

Für eine Sperrung der Seitenstraßen am Wilhelmsplatz gibt es viele Argumente: Wer mit dem Fahrrad oder dem Bus kommt, spart sich die Parkplatzsuche und Staus und trägt zudem zu mehr Aufenthaltsqualität bei. Verkehrsberuhigungen sind im Sinne des Klimaschutzes und tragen zur Sicherheit von Marktbesucherinnen und Marktbesuchern bei.

Weniger Durchgangsverkehr bereitet jedoch den Markttreibenden, Beschäftigten in den anliegenden Einzelhandelsgeschäften, und Gastronomen die Sorge, ein Teil der Kundschaft könne künftig fernbleiben. Diese Ängste der Gewerbetreibenden werden ernst genommen. Deshalb hat sich die Stadtverordnetenversammlung zunächst für einen Test entschieden: Drei Monate lang bleiben ab Dienstag, 18. August 2020, die östliche und westliche Seitenstraße an Markttagen (dienstags, freitags und samstags) von acht bis 16 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Besonders zu diesen Zeiten wird es hier oft eng, da sich der Offenbacher Wochenmarkt, die Gastronomie und der dortige Einzelhandel großer Beliebtheit erfreuen. Ausgenommen von der Sperrung sind Anwohner mit Parkausweis A und der Lieferverkehr.

Die Entscheidung der Stadtverordneten kommt bewusst zu diesem Zeitpunkt, da das Leben während der Corona-Pandemie auch im bunten Markttreiben mehr Abstände erfordert.

Einladung zur Teilnahme an Meinungsumfrage

Begleitet wird der Test von einer umfassenden Befragung von Gewerbetreibenden, Anwohnerinnen und Anwohnern und Besucherinnen und Besuchern des Wilhelmsplatzes, des Wochemarktes und der angrenzenden Gastronomie. Im Auftrag der Stadt erfragt ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut ein umfassendes Meinungsbild. Auch  Bürgerinnen und Bürger werden gefragt, ob sie für oder gegen eine dauerhafte Verkehrsberuhigung sind, ob es Varianten gibt, die ihnen vielleicht sinnvoller erscheinen, oder welche Auswirkungen eine dauerhafte Sperrung der Seitenstraßen hätten. 

Die Befragung erfolgt in drei Wellen: vor Beginn der testweisen Sperrungen, währenddessen und danach. Zunächst werden ab Dienstag, 4. August 2020, die Gäste der Restaurants und Cafés am Wilhelmsplatz und die Kundinnen und Kunden von Wochenmarkt und Einzelhandel in kurzen persönlichen Interviews vor Ort von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts befragt. Die Befragungen dauern bis zum 15. August an und werden jeweils dienstags, freitags und samstags zwischen 7-14 Uhr und zwischen 18-21 Uhr durchgeführt. 

Die Gewerbetreibenden, Marktbeschicker und die Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Wilhelmsplatz werden anschließend im September und Oktober schriftlich um ihre Einschätzungen gebeten. Zu guter Letzt erfolgen ab November telefonische Befragungen der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger, um das repräsentative Meinungsbild zu vervollständigen. Auch Autofahrerinnen und Autofahrer werden befragt. 

Da jede Meinung wichtig ist, werden Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, an den Befragungen teilzunehmen, falls sie persönlich, telefonisch oder schriftlich darauf angesprochen werden. 

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Auch während der Sperrung des Seitenstraßen bleiben der Wochenmarkt, die angrenzenden gastronomischen Betriebe und der Einzelhandel stets mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar: 

Anfahrt mit Bus und Bahn

Der Wilhelmsplatz ist bestens an den ÖPNV angebunden. Von der S-Bahn-Station Marktplatz läuft man nur wenige Schritte durch das Salzgässchen zum Wochenmarkt. An den Bushaltestellen des Marktplatzes und direkt am Wilhelmsplatz halten alle Offenbacher Buslinien, die größtenteils im 7,5-Minuten-Takt fahren.

Haltestelle Wilhelmsplatz

103 Richtung Eibenweg, 104 Richtung Lauterborn, 105 Richtung Sportzentrum Rosenhöhe, 120 Richtung Obertshausen Bahnhof, N62 Richtung Oberrad - Konstablerwache, N63 Richtung Fechenheim - Konstablerwache, N65 Richtung Frankfurt Konstablerwache

Haltestelle Markplatz / Frankfurter Straße (Bussteig 1)

551 Richtung Gravenbruch, F41 Richtung Offenbach Hauptbahnhof

Haltestelle Marktplatz / Frankfurter Straße (Bussteig 2)

103 Richtung Eibenweg, 104 Richtung Bieber Bahnhof, 105 Richtung Sportzentrum Rosenhöhe, 106 Richtung Caritas / Buchrainweiher, 120 Richtung Obertshausen Bahnhof, OF 30 Richtung Hainhausen Bahnhof, X83 Richtung Langen, N62 Richtung Oberrad - Konstablerwache, N63 Richtung Fechenheim - Konstablerwache, N65 Richtung Frankfurt Konstablerwache, N72 Richtung Neu-Isenburg Flughafen

Haltestelle Marktplatz / Frankfurter Straße (Bussteig 3)

101 Markwaldstraße / Flurstraße

Haltestelle Marktplatz / Frankfurter Straße (Bussteig 4)

101 Schloßpark (Biebernseeweg), 104 Richtung Kaiserlei Westseite, 106 Richtung Wetterpark, OF 30 (nur Ausstieg), X83 (nur Ausstieg), 551 Richtung Bad Vilbel, 41 Richtung Seckbach Leonhardsgasse

Ersatzhaltestelle Stadthaus und Ecke Großer Biergrund für die Haltestelle am Toys'R'Us

101 Bieber - (Ecke Großer Biergrund), 103 Richtung Frankfurt Prüfling - (Stadthaus und Ecke Großer Biergrund), 106 Caritas / Buchrainweiher (Ecke Großer Biergrund), 108 Richtung Kaiserlei Westseite (Stadthaus), 120 Richtung Westend August-Bebel-Ring (Stadthaus und Ecke Großer Biergrund)

Marktplatz / Berliner Straße (stadtauswärts)

106 Wetterpark, 108 Richtung Zentrum (nur Ausstieg)

Bushaltestelle Bismarckstraße

102 Richtung Kaiserlei Westseite

Anfahrt mit dem Auto

Der Parkplatz auf dem Wilhelmsplatz steht weiterhin zur Verfügung. An Werktagen kann dort im Zeitraum von acht bis 18 Uhr für eine Stunde geparkt werden, danach unbefristet. An Markttagen ist der Parkplatz in der Testphase nicht mehr über die Bieberer Straße, sondern nur noch über die Bleichstraße zu erreichen. Dort ist das Parken zu Marktzeiten für eine Stunde möglich. Auf der Waldstraße dürfen Autofahrerinnen und Autofahrer, die vom Marktplatz kommen, in dieser Zeit anders als sonst links in die Bleichstraße einbiegen. Von Osten kommend, ist das Parkhaus Waldstraße über die Bismarkstraße zu erreichen und der Parkplatz am Wochenmarkt über die Wilhelmstraße. 

Wer sich die Parkplatzsuche ersparen möchte, sollte direkt eines der Parkhäuser rund um den Wilhelmsplatz ansteuern. Am nächsten befindet sich das Q-Park am Marktplatz. Besonders günstig ist jedoch das Parkhaus in der Waldstraße, dort zahlt man einen Euro pro Stunde und maximal sechs Euro am Tag. Für drei Stunden können Marktbesucherinnen und Marktbesucher kostenlos am Mainufer parken, von dort aus sind es nur wenige Gehminuten zum Wilhelmsplatz. Es muss allerdings ein (kostenloses) Ticket am Automaten gezogen werden. 

Anfahrt mit dem Rad

Zahlreiche und eigens für den Testzeitraum zusätzlich installierte Fahrradstellplätze stehen direkt auf dem Wilhelmsplatz bereit. Die Seitenstraßen dürfen Radfahrer in Schrittgeschwindigkeit passieren. Ab etwa Oktober wird die Bleichstraße außerdem zur Fahrradstraße. Anwohnerinnen und Anwohner sowie deren Besucherinnen und Besucher dürfen diese Straße zwar weiterhin mit dem Auto befahren, um beispielsweise den Parkplatz am Wilhelmsplatz zu erreichen, der Radverkehr hat dort jedoch künftig Vorfahrt. Es gilt Tempo 30 für alle. 

Hinweis zur aktuellen Lage

In der letzen Woche ist die Zahl der Corona-Infizierten sprunghaft angestiegen. Daher ist noch stärker als vorher auf entsprechende Hygienevorschriften und Maskenpflicht im öffentlichen Raum zu achten. Nur so kann das Virus eingedämmt und die weitere Verbreitung des Virus verhindert werden. Jede Besucherin und jeder Besucher kann dazu auch beim Besuch des Wochenmarktes und der umliegenden Gastronomie einen Teil beitragen.