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Mit besonderen Kontrollen hat die Stadtpolizei in Offenbach den Parkplatz am Mainufer, die Mainstraße und Teile der Innenstadt bedacht. Hier gab es zahlreiche Bürgerbeschwerden zu Fahrübungen der besonders lauten Art. Kreativ wurde eine Strategie gewählt, die bisher existierenden Frühwarnsysteme der Fahrer zu umgehen.

Durch zivile Aufklärung und nachfolgende Kontrollen ermittelte die Stadtpolizei, dass die auf dem Mainuferparkplatz auftretenden „Poser“ eine heterogene Gruppe von jungen Menschen, zwischen 18 und 25 Jahren beiderlei Geschlechts sind. Diese stammen nicht nur aus Offenbach, sondern auch aus Frankfurt, Hanau, Friedberg und dem Kreis Offenbach. In Mietwagen der gehobenen Mittelklasse oder älteren Tuning-Fahrzeugen wurde das Areal des Mainparkplatzes für Schleuderübungen, Beschleunigungsszenarien und Driften zweckentfremdet. „Die Kollegen beobachteten auch die lautstarke Demonstration von sogenannten Donuts und An- oder Abfahrt mit heulenden Motoren und quietschenden Reifen – als wäre man in einem Actionfilm. Diese Ruhestörungen monieren die Anwohner zu Recht – deshalb wurde hier mit deutlichen Bußgeldern dazu und weiteren Verstößen gegen Corona-Regeln reagiert“, betont Bürgermeister Peter Freier.

Bis zu 10 Menschen nutzten den Platz auch nach den Fahrübungen zum gemeinsamen Schwätzchen und chillen – ohne den Corona-Regeln Beachtung zu schenken. Bekannt waren die Regeln aber schon: Sobald Polizei in Sicht kam, erfolgte eine Warnung per Pfiff und die Gruppe trennte sich umgehend in erlaubte Zweiergruppen an den Fahrzeugen. Damit wäre das Geschehen nicht mehr nachverfolgbar. Darauf reagierte die Stadtpolizei mit zivilen Streifen, die den Bereich überwachten. Insgesamt konnten acht Fahrzeuge mit Teilnehmern dieser Treffen ertappt werden und erhielten neben den Sanktionen aus dem Straßenverkehrsrecht auch entsprechende Bußgelder für den Verstoß gegen Kontaktverbot, fehlende Masken und andere Corona-Bestimmungen.

Die Ertappten wies die Stadtpolizei auf die massive Störung der Anwohner und das Fehlverhalten hin. Sie zeigten sich überraschend einsichtig, konnten die Stadtpolizisten melden. Sie erwischten auch im restlichen Stadtgebiet noch drei Autofahrer mit ähnlichem Poser-Verhalten.

Bei den Kontrollen konnte bisher kein Rennen beobachtet werden. Der Fokus der Gruppe lag auf dem Posen mit hörbarem Beschleunigungsverhalten einzelner Autos auf der Mainstraße.

„Wir werden den Mainuferparkplatz weiterhin regelmäßig überwachen, soweit es die Personalsituation neben den Corona-Kontrollen es zulässt“, so Bürgermeister Peter Freier.

28. Januar 2021