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Tafel auf der "Corona Rules" steht
© Gerd Altmann / Pixabay

Die Offenbacher Stadtpolizei kontrolliert zurzeit verstärkt die Gastronomiebetriebe auf die Einhaltung der Regeln zur Eindämmung der Pandemie. „Leider ist das durchaus notwendig, weil sich einige Betreiber nach wie vor nicht an die Vorgaben halten“, erklärt Bürgermeister Peter Freier. Aus diesem Grund kontrolliert die Stadtpolizei nach und nach alle Offenbacher Betriebe. Der Leiter der Stadtpolizei Pascal Becker stellt mit seinem Team vor allem Verstöße gegen die Maskenpflicht sowohl bei Angestellten als auch bei Gästen fest. Gerade die Maske hat nach den Erkenntnissen in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass sie ein wirksames Mittel zum Schutz der Bevölkerung sein kann. Deshalb appelliert Bürgermeister Freier nochmals an alle Bürgerinnen und Bürger die Masken in den vorgeschriebenen Betrieben, dazu zählt auch der Offenbacher Wochenmarkt, zu tragen.

Mängel bei der Gästeliste

Kritisch sind auch Mängel bei der zu führenden Gästeliste mit Kontaktdaten. „In manchen Betrieben liegt sie gar nicht aus, bei anderen wird sie mangelhaft geführt“, so Becker. Diese Liste wird vom Gesundheitsamt benötigt, um im Fall einer Infektion schnell die Verbreitung stoppen zu können. Dazu müssen alle potentiell Betroffenen kontaktiert werden können. Ausgedachte Namen oder fremde Namen können hier schnell zu einem Problem werden. Deshalb bittet Freier die Gäste um Verständnis und Unterstützung der Gastronomen bei ihrer Verpflichtung, diese Liste ohne Ausnahme zu führen. „Die Liste ist die essentielle Grundlage bei der Aufklärung von Infektionsketten. Deshalb ist das korrekte Ausfüllen unabdingbar und für Verstöße sind deshalb begründet empfindliche Bußgelder vorgesehen“, betont Freier.

Lobend erwähnt Becker die Abstandsregelungen der Tische in den meisten bisher geprüften Gaststätten. Hier wird sich zumeist an die Vorgaben gehalten. Verstöße werden hier unbürokratisch gelöst, indem die Betreiber sofort entsprechende Maßnahmen durchzuführen haben und eine Nachkontrolle erfolgt.

Aufgrund der Vielzahl der zu überprüfenden Betriebe bittet Becker auch um Mithilfe aus der Bevölkerung. „Es geht nicht darum, Menschen anzuschwärzen. Aber wenn keine Gästeliste geführt wird, geht es um die Gesundheit aller Offenbacherinnen und Offenbacher“, so Becker. 

Alle Hinweise werden kontrolliert

Die Stadtpolizei erhält zurzeit sehr viele telefonische Hinweise zur vermeintlichen Nichteinhaltung von Kontaktverboten in der Öffentlichkeit. „Natürlich werden solche Meldungen ernst genommen und auch entsprechende Kontrollen durchgeführt“, erläutert Becker. In sehr vielen Fällen ist es allerdings so, dass es sich um Großfamilien handelt, welche in einem gemeinsamen Haushalt leben. Weiterhin lassen die Verordnungen nunmehr auch Kontakte zwischen zwei Haushalten zu. Somit ist es möglich, dass sich größere Personengruppen völlig rechtskonform im öffentlichen Raum aufhalten und es für die Stadtpolizei keine Rechtsgrundlage zum Eingreifen gibt. „Wir bitten deshalb um Vertrauen aus der Bevölkerung. Die Personen werden kontrolliert und die entsprechenden Maßnahmen, wenn nötig, eingeleitet. Wir bitten die Offenbacherinnen und Offenbacher, nicht per Telefon nach dem Sachstand einer Meldung zu fragen, da das Telefon der Leitstelle der Stadtpolizei zurzeit sehr stark ausgelastet ist.“

5. Juni 2020