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Heike Hollerbach, Amtsleiterin vom Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz: “Damit Kinder sich sicher und selbstständig im Straßenverkehr verhalten können, ist es gut, wenn sie es schon früh lernen.
Radfahrausbildung Grundschule Buchhügel 2015
© Umweltamt

Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt haben wir in einem Pilotprojekt die Grundschule Buchhügel in enger Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule Offenbach mit dem Mobilitätstag "Rund um's Fahrrad" für die 3. Klassen in 2014 und jetzt bei der Fahrradprüfung für die nunmehr 4. Klassen begleitet. Ziel war die Kinder zu unterstützen, das Radfahren leichter zu lernen und im Alltag auch umzusetzen. Ein besonderes Anliegen ist dabei das Radfahren zur Schule. Geprüft werden soll auch, ob das Modellprojekt an der Buchhügelschule in Zukunft auch an anderen Offenbacher Grundschulen umgesetzt werden kann.“

Die Anforderungen beim Radfahren sind sehr hoch. Ob ein Kind tatsächlich Rad fahren kann, zeigt sich erst in Situationen, in denen es schnell und richtig reagieren muss. Generell gilt: Erst mit 8 Jahren entwickeln die meisten Kinder die Fähigkeit zum „richtigen“ Radfahren. In diesem Alter vollziehen sie einen regelrechten Entwicklungssprung. Ganz bewusst findet daher die Radfahrprüfung erst gegen Ende der Grundschulzeit statt.

Alle Kinder, die an der Radfahrausbildung am Montag und Dienstag teilnahmen, erhielten eine Urkunde. Und es wurde noch sportlicher: das beste Mädchen und der beste Junge jeder Klasse, welche sich während der gesamten Radfahrausbildung durch besonders gute Leistungen hervor getan hatten, erhielten eine speziell hierfür entworfenen Medaille. Auch Kleo, unser Klima.Schutz.Aktions Maskottchen, freute sich mit den Kindern über den Erfolg.

Noch im letzten Schuljahr waren die motorischen Probleme vieler Kinder so erheblich, dass sie deswegen nicht im Realverkehr mitfahren durften. Es gab auch viele Kinder, die überhaupt nicht Fahrrad fahren konnten, weil ihnen die Übungsmöglichkeiten (wie z.B. jetzt auf dem Schulhof) oder auch ein Fahrrad zum Üben fehlten.

Nun aber lässt sich als erstes Fazit von Seiten der Jugendverkehrsschule festhalten, dass es dank des im Mai 2015 eingeweihten, nagelneuen Verkehrsübungsplatzes auf dem Schulhof der Grundschule Buchhügel inzwischen KEIN Kind mehr gibt, welches nicht Fahrrad fahren kann. Lediglich bereiten die komplexen Mehrfachhandlungen, wie gleichzeitiges Spur halten/wechseln und dabei Handzeichen geben oder nach hinten umsehen noch leichte Schwierigkeiten.

Leider nahmen auch in diesem Jahr nicht alle Kinder an den Ausfahrten im Realverkehr teil. Der Hauptgrund dafür war aber, dass die Kinder entweder gar kein Fahrrad besitzen oder das die mitgebrachten Räder nicht den Vorschriften der StVZO entsprachen.

Heike Hollerbach.“ Wir danken insbesondere auch der Schulleitung und den Lehrkräften der Schule für Ihr Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit.“

An Lösungen bezüglich der Verkehrssicherheit der Fahrräder wird bereits gemeinsam mit dem Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz und den von der Stadt engagierten Fachleuten gearbeitet.