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Das 30.000 Einwohner zählende Esch liegt südlich der Landeshauptstadt Luxemburg in einer freundlichen Landschaft zwischen dem Moseltal und den Ausläufern von Eifel und Ardennen. Es war vor noch gar nicht langer Zeit Zentrum einer blühenden Stahlindustrie, die Entwicklung und Leben der Stadt beherrschte.

Seit ihrem Niedergang wird die einstige Industrielandschaft mit viel Geschick zu einem Erholungsgebiet umgestaltet. Wo er früher Erzgruben traf, findet der Besucher nun Wanderwege und Tiergehege. Für den Süden des Großherzogtums ist Esch das regionale Einkaufszentrum.

Bemerkenswert erscheint sein reges Kulturleben. Es stützt sich auf Kunstgalerien und Bibliotheken, ein hoch angesehenes Konservatorium, das Theater und eine „Kulturfabrik“, die unterschiedliche Aktivitäten bündelt. Ein Résistance-Museum stellt den Widerstand gegen die deutsche Besatzung von 1940 bis 1945 dar. Anschaulich informieren zudem ein Stadtmuseum, ein Flughafen-Museum und Schauwerkstätten in metallverarbeitenden Betrieben.

Ein hoher Ausländerteil kennzeichnet die Bevölkerungsstruktur. Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zog die aufblühende Industrie Zuwanderer aus dem Ausland an: Arbeiter, Angestellte und Ingenieure, auch aus Deutschland. In Esch berühren sich der französische und der deutsche Sprachraum. Beide Sprachen werden gesprochen und verstanden. Das deutsche und das französische Kulturgut stehen nebeneinander.

Die partnerschaftlichen Beziehungen sind denn auch durch Gemeinsamkeiten in Sprache und Mentalität ebenso gefördert worden wie durch die räumliche Nähe. Zahlreiche Diskotheken, Tanzklubs und ausgezeichnete Restaurants machen das Leben in dieser zweitgrößten Stadt des Großherzogtums angenehm. Kenner behaupten, in Esch werde die französische Küche nicht kopiert, sondern überboten.