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Das in einem grenzübergreifenden österreichisch-ungarischen Naturpark gelegene Köszeg mit seinen 12.000 Einwohnern hat sich mehrfach in die mitteleuropäische Geschichte eingetragen.

1532 scheiterte an seiner Burg der erste osmanische Versuch einer Eroberung Wiens. 1989 schlug Ungarn hier die erste Öffnung in den „Eisernen Vorhang“, und die Bürger von Köszeg nahmen daran lebhaften Anteil.

Die Stadt leidet unter dem Zusammenbruch ihres einst wichtigsten Wirtschaftszweiges, der Textilindustrie. Den Ausgleich sucht sie in Dienstleistungen und Tourismus, z.B. durch die medizinische Nutzung einer kohlensäurehaltigen Kaltwasser-Quelle, den Ausbau des Stadtbades und die Einrichtung neuer Hotels und Restaurants. Architektur des habsburgischen 18. Jahrhunderts prägt das Bild der Altstadt. Ein „Heldentor“ erinnert an die Verteidigung von 1532. Ein Museum im Haus des früheren Hauptmanns der Stadtwache informiert über traditionelles Handwerk. Hoch geschätzt wird die gotische Jakobskirche mit ihren barocken Anfügungen. Auch die Herz-Jesu-Kirche ist eine Visite wert. Sie beeindruckt mit Fenstern, die ungarische Heilige darstellen, und mit einer Monstranz aus dem 15. Jahrhundert.

Die Burg im Nordwesten der Innenstadt stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ihre jetzige Gestalt erhielt sie zum Ende des 18. Jahrhunderts. Ihr Burgmuseum stellt eine reichhaltige Sammlung alter Waffen, Einrichtungsgegenstände und Dokumente zur Schau.

Die bergige Umgebung mit Ausläufern des Alpenbogens bietet Gelegenheiten für Wanderungen und Wintersport. Typisch ist eine ursprünglich gebliebene Flora und Fauna.