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Der Londoner Stadtteil Tower Hamlets ist 1965 aus den Stadtbezirken Bethnal Green, Poplar und Stepney gebildet worden. Er liegt am nördlichen Ufer der Themse, schließt den Tower ein, das Wahrzeichen Londons, und zählt etwa 190.500 Einwohner.

Tower Hamlets hatte wirtschaftliche und soziale Probleme zu bewältigen, als in den 1970er Jahren fast alle Hafenanlagen und Docks geschlossen wurden. Mittlerweile haben sich dort neue Industrien und Dienstleister angesiedelt.

Viele Bewohner arbeiten bei Banken, Versicherungen und Verwaltungen. Aber auch Kleingewerbe, Einzelhandel und Gastronomie finden gute Möglichkeiten.

Weit zurück reicht in Tower Hamlets die Tradition als Zufluchtsort. Religiöse Verfolgung trieb französische Flüchtlinge an die Themse. Osteuropäische Juden fanden hier Schutz vor den Pogromen in ihrer Heimat. Im 20. Jahrhundert trafen Asiaten und Afrikaner ein und gaben ihren Wohngebieten das eigene kulturelle Gepräge. Während des 2. Weltkrieges erlitt Tower Hamlets schwere Zerstörungen durch deutsche Luftangriffe. Das neue Stadtbild erstand aus Trümmern und Ruinen.

Die seit 1956 bestehende Partnerschaft erreichte lebhaften Austausch von Jugendlichen, Senioren, Behinderten und Sportlern. Wegen finanzieller Schwierigkeiten beim britischen Partner kam der Austausch 1985 zum Erliegen. Die Partnerschaft gilt als ruhend.