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Geleitsweg durch das Landschaftsschutzgebiet Kuhmühlgraben
Der durch das Landschaftsschutzgebiet Kuhmühlgraben führende Geleitsweg wurde wiederhergestellt. © SOH
Der Geleitsweg, die von Fahrradfahrern und Spaziergängern viel genutzte Verbindung von der Innenstadt in Richtung Rumpenheim oder Mühlheim, ist jetzt auf den schadhaften Abschnitten wiederhergestellt. Damit wird die Strecke durch das Landschaftsschutzgebiet und Naherholungsgebiet Kuhmühltal mit dem Kuhmühlgraben eine noch attraktivere Alternative für alle, die für kürzere Wege auf das Auto verzichten möchten. Der Weg führt parallel zur Mühlheimer Straße von Waldheim bis an die Mainstraße und ist überwiegend Teil der Regionalparkroute.
Der Stadtservice der Stadtwerke Offenbach hat nun auf Anregung von Bürgermeister Peter Freier, dem zuständigen Dezernenten und Aufsichtsratsvorsitzenden, rund zwei des etwa drei Kilometer langen Wegs repariert. An ihn war aus der Bevölkerung der Wunsch herangetragen worden, dass die Strecke wieder instand gesetzt wird. Finanziert wurden die Arbeiten aus dem vom Stadtparlament beschlossenen Sonderbudget zur Wiederherstellung von Straßen und Wegen.

Weg führt durch Landschaftsschutzgebiet

Die Wiederherstellung war keine einfache Aufgabe, da für den Weg nur eine schmale Parzelle mit 3.50 Meter Breite zur Verfügung steht. Die Flächen links und rechts davon sind in großen Teilen entweder Landschaftsschutzgebiet oder zumindest Bestandteil des Biotopverbundes und dürfen nicht befahren werden.

Von der eigentlichen Wegführung sind die Radfahrer, Spaziergänger aber auch die Fahrzeuge der Anwohner und Nutzer der angrenzenden Flurstücke im Lauf der Jahre an einigen Stellen immer mehr abgewichen. Dies führte zu erheblichen Schäden an den geschützten Flächen. Bei der Wiederherstellung wurden diese Abweichungen nun fast überall auf die ursprüngliche Trasse zurückgebaut.

Wegführung teilweise geändert

Bei einzelnen Teilabschnitten wurde die bestehende Wegführung in Abstimmung mit den Ämtern für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement dort übernommen, wo auf der eigentlichen Wegparzelle inzwischen Sträucher, Hecken und vereinzelt Bäume gewachsen sind. Dort hat sich die Grenzbewachsung der angrenzenden Flurstücke Teile der ursprünglichen Trasse erobert, so dass die Passanten immer weiter in das Landschaftsschutzgebiet ausgewichen sind.

Am Rand eines kleinen Auwäldchens beispielsweise hat sich eine dichte Brombeerhecke entwickelt, die dieses und die darin lebenden Tiere vor Spaziergängern und Hunden schützt. Diese Hecke wurde erhalten, der Weg wird nunmehr über einen artenarmen Wiesenstreifen auf der gegenüberliegenden Seite des Wäldchens geführt.

Weg ist wieder gut und sicher befahrbar

Der Geleitsweg wurde auf dem größten Teil der Strecke mit einer wassergebundenen Wegdecke befestigt. Wo motorisierter Verkehr häufig rangiert, also im Bereich der Kleingärten und der Wohnbebauung, wurde wegen der erhöhten Beanspruchung auch asphaltiert. „Es ist für viele Radfahrer eine gute Nachricht, dass der Weg nun wieder gut und sicher befahrbar ist“, erklärt Bürgermeister Peter Freier. „Ich danke dem Stadtservice für die rasche und unkomplizierte Realisierung.“

03. Juni 2020