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Gemütliche Gaststube
© Stadt Offenbach

Beschreibung

Der in Portugal geborene Paulo Ribeiro, der seit 40 Jahren in der Stadt lebt, übernahm im Januar 2011 das Lokal und verwandelte es in monatelanger Schufterei zur Tapasbar mit knapp 40 Plätzen. Nachdem bereits das hr-Fernsehen über den kulinarischen Geheimtipp berichtete, kommen die Gäste auch aus Bad Homburg, Frankfurt und Wiesbaden ins Nordend. Wir ergattern den letzten Tisch und schmökern uns durch die Liste mit fast 50 Positionen Tapas, dazu Salaten, Suppen sowie Fisch- und Fleischgerichten.

Paulo nimmt fröhlich unsere Bestellung auf: Ein Schälchen Oliven, gegrillte Peperoni, Datteln im Speckmantel, halbgereiften Ziegenkäse, Rinderleber in Mojosoße, Stockfischkroketten und die portugiesische Grillwurst. Und was empfiehlt der Patron als Hauptgang? „Probiert doch den Oktopus mit Reis im Tontopf oder Carne de Porco mit Muscheln.“ Das machen wir. Bald füllt sich der Tisch mit köstlichen Tapas, auf einer ovalen Schale aus rotbraunem Steingut brutzelt die Chorizo. Die feurige Paprikawürze der Grillwurst löschen wir mit einem „Superbock“, dem Traditionsbier aus Portugal. Zum Hauptgang passt am besten Rioja – einmal in rot, einmal in weiß. Neban wird Hähnchen in Knoblauchsoße serviert, wie das Kaninchen in Rioja eine Spezialität des Hauses. Das duftet. Paulo zwinkert uns zu:„Gleich kommt ihr dran“. Er betont: „Wer keine Zeit zum Essen hat, soll es lassen. In unserer Küche wird nicht mit Fertigzeugs hantiert, sondern alles frisch zubereitet.“ Auch die „Creme Catalan“ mit der knackigen Zuckerkruste und die cremige „Mousse au Chocolat“ ist selbst gemacht. Allzu lange warten wir dennoch nicht.

Wir lüften den Deckel des Tontopfs, der fast bis zum Rand mit Reis und Oktopus gefüllt ist und fast für zwei reicht. Der erste Bissen der portugiesischen Hausmannskost lockt ein „kööööstlich“ hervor: Der Reis ist im aromatischen Sud des Tintenfischs gegart, das gewürfelte Fleisch des Oktopus ist butterzart, etwas Knoblauch sowie fein gewürfelte rote und grüne Paprika runden den Eintopf mit einem fruchtig-intensiven Aroma ab. Das Schweinefleisch mit den dekorativen Venus-Muscheln ist die portugiesische Antwort auf „Surf and Turf“ – eine ungewöhnliche Kombination, die ebenfalls himmlisch nach Meer schmeckt. Eigentlich geht nichts mehr, doch ohne eine „Creme Catalan“ kann man den kulinarischen Kurzurlaub ja nicht beenden. Danach ist noch ein Aguardente dringend nötig, ein traditioneller, klarer portugiesischer Digestif. Nach dem Café: Rückflug nach Hause. Den Sommer genießt man übrigens am besten hinten auf der Terrasse mit einem 37 Jahre alten Olivenbaum. Gruppen feiern dort separat im Kolleg für etwa 30 Personen.

Preis-Check:
Tapas von 2,50 bis 6,50 Euro
Hauptgerichte von 9,50 bis 14,50 Euro
Desserts von 2,50 bis 4,50 Euro.
Paella pro Person 12,50 Euro.
Es kann mit EC- und Kredit-Karte (Visa, Master) bezahlt werden.
Tapas und Speisen lassen sich auch zum Mitnehmen bestellen.

Öffnungszeiten

Mo bis Fr 11:30 - 14:00 und 17:30 - 1:00, Sa 11:30 - 14:00 und 17:30 - 2:00