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Restaurantansicht
© Stadt Offenbach

Beschreibung

Hoppla, hier blüht ja ein kulinarisches Pflänzchen! „Kanouhou“ ist in großen, geschwungenen Lettern an der steingrauen Fassade des Hauses aus der Jahrhundertwende zu lesen. Der Name ist nicht Fantasie, sondern schlicht der wohlklingende Nachname des jungen, ambitionierten Küchenchefs und Inhabers Abdellatif Kanouhou.

Das Restaurant mit den markanten Sprossenfenstern befindet sich schräg gegenüber der Traditionsbäckerei Beck und bereichert das Offenbacher Nordend um eine weitere Küche: internationales Crossover. Die Speisekarte besteht aus zwei Vorspeisen, Salaten und vegetarischen Varianten, vier Hauptgerichten und zwei Dessert und wechselt wöchentlich. „Der Chef hat das Kochen in Frankreich gelernt“, verrät uns die flotte Bedienung, als wir den raffiniert gewürzten Jus mit einem Stückchen Brot von unseren Tellern schlecken. Unsere Vorspeise, Teriyaki-Thunfisch auf Sellerie-Mango-Salat, war ein kulinarisches Gedicht.

Der Seeteufel mit Broccolischaum und Trauben-Cranberry-Vinaigrette und das geschmorte Rindfleisch mit Safrankartoffelpürree passen perfekt zu unserer Weinauswahl – einen Grauburgunder vom VPD-Weingut Bercher aus dem Kaiserstuhl. Wie kommt denn der auf die kleine Weinkarte in Offenbach? „Ein Lieblingswein vom Chef, die Weine auf der Karte trinkt er auch selbst gerne“, raunt die aufmerksame Bedienung und wir erfahren: Im Kanouhou gibt’s nur Zutaten und Getränke von Lieferanten, mit denen der Chef schon lange zusammenarbeitet. Der betreibt nämlich schon seit mehr als vier Jahren ein erfolgreiches Event-Catering. Deshalb bleibt das Restaurant am Wochenende auch geschlossen.

Die Einrichtung des Kanouhou ist edel-schlicht: Dunkle Eichentische mit kleinen Blumenvasen und schneeweißen Stoffservietten. An den steingrauen Wänden moderne Fotokunst von befreundeten Künstlern in leuchtenden Sonnentönen von Gelb bis Abendrot, dazwischen goldbraune Farbakzente an der Bar. Aus den kleinen Wandlautsprechern wehen entspannte Clubbing-Sounds an unseren Tisch. Auf Augenhöhe trägt die junge Bedienung zwei Teller mit Schokoladenraviolis in den angrenzenden Wintergarten. Die Pasta für Süßmäulchen, kombiniert mit Chili-Mangoparfait mit Rotweinbeeren, wollen wir auch probieren. Zum Abschluss noch zwei Espressi.

Die Getränkekarte bietet neben Basics und ausgesuchten Weinen auch Bio-Limo und Flaschenbiere aus verschiedenen kleinen Brauereien jenseits der Großkonzerne, darunter das Biobier „Tannenzäpfle“. Kanouhou lugt gerade neugierig aus der Küchentüre. Daumen hoch - „uns hat's geschmeckt“, signalisieren wir ihm. Ja, und wir kommen wieder. Das nächste Mal, wenn es der Sommer will, in den schönen Biergarten, der auch zum Restaurant gehört.

Preis-Check:
Je nach Wochenplan unterschiedlich. Bei unserem Besuch gab es Vorspeisen von 9,80 bis 10,50 €, Hauptgerichte von 17,80 € bis 19,50 €, Dessert ab 6,50 €.

Öffnungszeiten

Di-Sa: 18-24 Uhr