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Die Chemiefabrik Oehler war im 19. Jahrhundert der erste Gewerbebetrieb, der Wohnungen für Mitarbeiter errichten ließ.

Beschreibung

Die Fabrikanten waren in Zeiten der guten Konjunktur am Zuzug neuer Arbeitskräfte interessiert und gründeten 1872 eine gemeinnützige Baugesellschaft, um diesen günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Mit dem auf Aktienbasis gesammelten Startkapital wurden ab 1873 vor allem an der Feldstraße kleine Doppelhäuser mit Gärten gebaut, die dann von ihren Bewohnern, meistens Facharbeitern, in Ratenzahlung erworben wurden. Bis 1889 entstanden hier 70 Arbeiterwohnhäuser, von denen einige auch von mehreren Mietparteien bewohnt wurden. Um etwas für Arbeiter und Taglöhner zu tun, ließ die Baugenossenschaft 1887 in der Flutstraße 29-33 zudem drei sehr schlichte, aber solide gebaute Mehrfamilienhäuser mit billigen Wohnungen errichten. Ab 1885 widmete sich die Baugenossenschaft dem Stadtbadbau, der Wohnungsbau spielte nur noch eine nachrangige Rolle. 1901 beschloss die Baugenossenschaft ihre Liquidation und übergab die Mietshäuser der städtischen Verwaltung.

Feldstraße