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Grafik Geschäftsleute
© Gerd Altmann / Pixabay
Die Stadt lässt ihre Aktivitäten zur Stärkung der Wirtschaft in Offenbach künftig von einem Expertenrat Wirtschaftsförderung begleiten. Wie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke mitteilte, hat der Magistrat am 15. April die Einrichtung des Expertenrats beschlossen. Die formale Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung steht noch aus.

Mit dem Expertenrat setzt Schwenke eine zentrale Maßnahme des neuen Wirtschaftsstandortkonzepts um, das der Oberbürgermeister vor einem halben Jahr vorgestellt hatte. „Mit der Entscheidung des Magistrats stellen wir unter Beweis, dass die Stadt das Wirtschaftsstandortkonzept lebt und mit Nachdruck umsetzen will. Offenbach wirtschaftlich zu stärken zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Politik in Offenbach. Und diese Aufgabe ist angesichts der Folgen durch die Corona-Krise noch wichtiger geworden als zuvor.“

Das Wirtschaftsstandortkonzept sieht fünf Garantien gegenüber der Wirtschaft und zwanzig Maßnahmen vor, die das Ziel haben, den Standort Offenbach durch eine lösungsorientierte, schnelle und verlässliche Verwaltung zu stärken: „Das Wirtschaftsstandortkonzept führt wichtige Maßnahmen der Stadt zusammen, um Offenbach für Unternehmen attraktiver zu machen. Einige dieser Maßnahmen laufen bereits erfolgreich und werden fortgeführt oder weiterentwickelt. Andere Vorhaben sind völlig neu – so wie die Einrichtung des Expertenrats“, erläuterte Schwenke.

Das neue Gremium soll die Stadt in Fragen der Wirtschaftsförderung unterstützen und beraten. Es kann interne Empfehlungen aussprechen und die Arbeit der Wirtschaftsförderung ideenreich und öffentlichkeitswirksam begleiten. „Die Mitglieder des Expertenrats sollen über unsere bestehenden Kontakte hinaus dabei helfen, unsere Arbeit stetig besser zu machen“, sagte Schwenke. „Außerdem sollen die Mitglieder als Botschafter für den Standort Offenbach werben.“ Der Expertenrat soll mindestens zweimal im Jahr, bei Bedarf auch häufiger zusammentreten.

Als Mitglieder des Expertenrats kommen gemäß der ebenfalls beschlossenen Geschäftsordnung erfolgreiche Wirtschaftsvertreter in Frage, die wirtschaftliche Kompetenz besitzen und auf Grund ihrer Tätigkeit überregional und international vernetzt sind. „Damit der Expertenrat die unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen der Wirtschaftsförderung fachlich unterstützen kann, muss er breit aufgestellt sein. Er darf aber auch nicht zu groß werden, um handlungsfähig zu sein.“ Das Gremium unter Vorsitz des Dezernenten für Wirtschaftsförderung (aktuell Oberbürgermeister Schwenke) setzt sich deshalb aus maximal 20 Frauen und Männer inklusive dem für Wirtschaftsförderung zuständigen Dezernenten und allen hauptamtlichen Dezernenten der Stadt Offenbach zusammen.

Die Mitglieder werden vom Magistrat persönlich für die Dauer einer Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung berufen. Sie können Offenbacher, aber auch auswertige Unternehmer sein. Sachverständige Personen können zu den ordentlichen Beratungen zusätzlich eingeladen werden. An den Beratungen können außerdem nach Zustimmung des Vorsitzenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung teilnehmen. Mitte 2020 wird Oberbürgermeister Schwenke dem Magistrat eine Vorschlagsliste für die Mitglieder vorlegen. Die Geschäftsstelle des Beirats ist beim Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften angesiedelt.

Als erste Wirtschaftsvertreterin hat sich Kirstin Schoder-Steinmueller, Präsidentin der IHK für Stadt und Kreis Offenbach und Unternehmerin aus Langen, bereit erklärt im Expertenrat tätig zu werden: „Als Unternehmerin kann ich bestätigen, wie wichtig schnelle Verfahren und vor allem eine kunden- und lösungsorientierte Verwaltung für die Wirtschaft ist. Mit dem Wirtschaftsstandortkonzept hat Oberbürgermeister Schwenke einen Veränderungsprozess in Politik und Verwaltung gestartet, der von der Zielgruppe, nämlich den Unternehmern, begleitet werden muss. Deshalb bringe ich mich gerne aktiv als Mitglied im Expertenrat ein.“

20. April 2020