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Grafik mit Schriftzug Bieber Bürgel Mitte machen
© Stadt Offenbach / Kokonsult
„Bieber Bürgel – Mitte machen“ unter diesem Motto sollen die beiden Ortsmitten gestärkt werden. Mit dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ erhalten Bieber und Bürgel Unterstützung bei der Umsetzung konkreter Projekte zur lebendigen und attraktiven Gestaltung ihrer Ortskerne. Für die Erarbeitung dieser Maßnahmen sind Bieberer und Bürgeler eingeladen, sich aktiv zu beteiligen – trotz Covid 19.

Aktuelles: Digitale Beteiligung ausgewertet

Anwohnerinnen und Anwohner der Stadtteile Bieber und Bürgel konnten Projektideen für die Zukunft ihrer Stadtteile bewerten und darüber abstimmen, welche Projekte ihnen am wichtigsten sind. Hier die Ergebnisse: 

Abstimmungsergebnisse für den Bürgeler Ortskern:

  • Belebung und Umgestaltung des Dalles. In einem Konzept soll aufgezeigt werden, wie er zu einem zentralen Platz und lebendigen Treffpunkt im Bürgeler Ortskern werden kann.
  • Rundgang durch den historischen Ortskern installieren. Ziel ist es, die historischen Spuren und Strukturen, die prägend für das Bürgeler Ortsbild sind, zu zeigen.
  • Den Reichstag zum 1.000-jährigen Jubiläum gestalten.
  • Verbindung zwischen Mainufer, Dalles und Zentrum sichtbar machen, so dass auch Tagestouristen vom Main in das Zentrum „gelockt“ werden.
  • Durchfahrtsverbot für LKW im Ortskern; 
  • Stärkung der Vereine und nachbarschaftlicher Netzwerke und
  • Treffpunkte schaffen.

Abstimmungsergebnisse für den Bieberer Ortskern: 

  • Umgestaltung der Aschaffenburger Straße, hierzu soll ein Konzept erarbeitet werden.
  • Rundgang durch den historischen Ortskern installieren.
  • Vitalisierung des ehemaligen Bahnhofs;
  • Sanierung des Spielplatzes an der Pfarrgasse;
  • Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur; 
  • Etablierung eines Marktes in Ergänzung zu bestehenden Angeboten; 
  • Stärkung des Einzelhandels und
  • Begrünung von Straßen. 

Wie geht es weiter?

Die von den Bürgerinnen und Bürgern eingebrachten Ideen werden in das Stadtteilentwicklungskonzept eingearbeitet, priorisiert und es wird ein Zeitplan für einzelne Projekte erarbeitet. Ziel ist, die ausgewählten Projekte in den nächsten zehn Jahren umzusetzen.

Das Bieberer und das Bürgeler Konzept werden die Stadtverordneten voraussichtlich im Mai beschließen. Sofern es Corona zulässt, findet dann auch eine gemeinsame Abschlussveranstaltung statt.

Als Schnittstelle zwischen Stadtteil und Verwaltung entsteht ein sogenanntes „Kernbereichsmanagement“. Aktuell wird eine Umfrage für Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile vorbereitet, die die Frage beantworten soll, welche Tätigkeiten das „Kernbereichsmanagement“ übernehmen soll.  

Zudem soll eine „Lokale Partnerschaft“ in den nächsten Monaten für beide Ortskerne etabliert werden. Für dieses Gremium werden Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte aus Bieber und Bürgel gesucht. Sie sollen die Umsetzung von Projekten begleiten, eigene Projekte entwickeln und umsetzen.

Bei der Entwicklung der Ortsmitte mitwirken

Das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ bietet Unterstützung bei der Gestaltung lebendiger und attraktiver Ortskerne. Hierfür erstellen die Planer des Fachreferats Stadtentwicklung ein sogenanntes Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Bieberer und Bürgeler waren eingeladen, bei der Erarbeitung des gemeinsamen ISEK ihr Wissen einzubringen und Projekte für ihren Ortskern zu entwickeln. Für diese Beteiligung wurde ein umfassender Beteiligungsprozess geplant.

Seit dem Sommer 2020 wurden in Bieber bereits vielfältige Beteiligungsformate umgesetzt – der öffentliche Auftakt auf dem Ostendplatz, mehrere Rundgänge durch den Ortsteil, die Ideenboxen in verschiedenen Geschäften, aber auch ein Online-Dialog und eine digitale Ideenkarte im Internet (siehe Link unten). Aufgrund der Corona-Beschränkungen mussten einige Beteiligungsformate ins Digitale verlegt werden. Trotzdem wurden von den Biebererinnen und Bieberern viele Kommentare sowie sehr viele gute Ideen und Anregungen gesammelt.

Anfang Dezember fand zudem ein Online-Dialog statt. Biebererinnen und Bieberer entwickelten auf Basis der bisher gesammelten Ideen, Anregungen und Kommentare, fachlichen Inputs und polarisierender Zielvorstellungen ein Leitbild für den Bieberer Ortskern. Für die Themenbereiche Zusammenleben, Einkaufen und Versorgen, Grün und Baukultur wurde jeweils ein Leitbild erarbeitet. Das Thema Mobilität wurde einerseits aus Sicht von Fußgängern, Radfahrer und dem ÖPNV betrachtet und andererseits hinsichtlich PKWs und Stellplätzen diskutiert. So gibt es hierzu zwei Leitbilder. Die Erarbeitung aller gemeinsam entwickelten Leitbilder wurde jeweils visuell in einem Bild zusammengefasst.

Die erarbeiteten Leitbilder lauten:

Die Grafik zeigt Ideen zum Themenfeld Zusammenleben.
Gemeinsam erarbeitetes Leitbild zum Themenfeld Zusammenleben © Stadt Offenbach / Kokonsult
  • Zusammenleben: Der Ortskern von Bieber hat passende Angebote für Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene. Bieber ist ein urbanes Dorf mit guter Nachbarschaft, man kennt sich, die Vereine sind sehr aktiv und der Zusammenhalt ist groß. Neubieberer sind willkommen und werden in der Vereins- und Dorfgemeinschaft aktiv eingebunden. Die Identität des Orts soll auch in Zukunft gestärkt und ausgebaut werden.
Grafik mit Ideen, wie die Mobilität verbessert werden kann.
Leitbild zum Themenfeld Mobilität – Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV © Stadt Offenbach / Kokonsult
  • Mobilität – Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV: Fußgänger und Radfahrer können sich sicher im Ortskern bewegen. Sie profitieren von den kurzen Wegen und entsprechender Infrastruktur sowie der hohen Aufenthaltsqualität. Im mittelalterlichen Ortskern haben Fußgänger und Radfahrer Vorrang, daher ist er verkehrsberuhigt und somit sicher. Dies spiegelt sich auch in der baulichen Gestaltung wider. Auch die Gestaltung der Aschaffenburger Straße orientiert sich am Menschen und bietet eine attraktive Aufenthaltsqualität und Straßengrün. Zugleich gibt es dort aber auch Raum für PKWs. Der ÖPNV ist aufgrund der guten Taktung, erschwinglicher Preise sowie guter Abdeckung attraktiv und wird gut genutzt.
Grafik mit Ideen, wie die Mobilität verbessert werden kann.
Leitbild zum Themenfeld Mobilität – PKW und Parken © Stadt Offenbach / Kokonsult
  • Mobilität – Parken und PKWs: Im Bieberer Ortskern gibt es ein Miteinander der Verkehrsteilnehmer. Die Erreichbarkeit des Ortskerns und die Infrastruktur für Pkws ist gut. Stellenweise wird jedoch Parkraum aufgelöst, um Fußgängern und Radfahrern ebenfalls Raum zu bieten sowie, um die Aufenthaltsqualität zu stärken.
Grafik mit Ideen, wie die Versorgung verbessert werden kann.
Gemeinsam erarbeitetes Leitbild zum Themenfeld Einkaufen und Versorgen. © Stadt Offenbach / Kokonsult
  • Einkaufen und Versorgen: Der Bieberer Ortskern bietet zum Einkaufen und Versorgen nicht nur das Grundsortiment, sondern ist auch auf besondere und vielfältige, qualifizierte Angebote spezialisiert. Bieber zieht dadurch sowie durch das Flair und die dörfliche Urbanität mit Flanier- und Außenverzehrmöglichkeiten sowie Außenverkaufsständen sowohl Bieberer als auch besondere Kunden an. Die Gastronomie ist vielfältig und bietet Möglichkeiten des Zusammenseins. Das ehemalige Bahnhofsgebäude stellt mit seiner Gestaltung und Nutzung ein Eingangsbereich zum Ortskern und eine Verbindung zwischen Neu- und Alt-Bieber dar.
Grafik mit Ideen, wie der Ortskern Bieber grüner werden kann.
Gemeinsam erarbeitetes Leitbild zum Themenfeld Grün © Stadt Offenbach / Kokonsult
  • Grün: Der Bieberer Ortskern ist grün. Das Grün ist vielfältig, sorgt für Aufenthaltsqualität, Atmosphäre und besseres Klima. Es vernetzt innen und außen – auch mit der Bieber. Es ist den Menschen wirklich wichtig, sodass es verstärkt und liebevoll gepflegt wird. Das private Grün wird besonders gefördert – genauso wie das Grün auf Spielplätzen und die Spielplätze selbst. Zugleich werden die vorhandenen Frei- und Grünflächen vor Überbauung gesichert.
Grafik mit Ideen, wie die Baukultur im Ortskern Bieber erhalten bleibt.
Gemeinsam erarbeitetes Leitbild zum Themenfeld Baukultur © Stadt Offenbach / Kokonsult
  • Baukultur und Historisches: Die Historie ist für den Ortskern sehr wichtig, daher wird sie gut geschützt, sichtbar und bei jungen und alten Bieberern bewusst gemacht Der alte Ortskern wird für alle erlebbar gemacht – auch durch die Erhaltung der Bausubstanz, der Blickachsen sowie durch attraktiver Hinweise. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt – es geht um Aufenthaltsqualität, Identität, gute Architektur, baukulturelles Erbe und öffentlichen Räume. Zugleich wird die Identität auch die Aktivitäten der Bieberer gebildet und gestärkt.

Zusammen mit den Akteuren vor Ort ist so eine konkrete Zielvorstellung, wie und in welcher Form sich Bieber sich zukünftig entwickeln kann, entstanden. Im nächsten Schritt hierfür konkrete Projekte entwickelt.

Im Ortsteil Bürgel wurde schon umfassend mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Hier hatte bereits im Jahr 2017 eine vielfältige Beteiligung mit unterschiedlichsten Formaten stattgefunden. Auch in Bürgel war das große Interesse und das Engagement spürbar – gemeinsam wurde ein Konzept mit einem Leitbild, ersten Zielen und Maßnahmen entwickelt. 

Vorhaben und Ziel

Die lebendigen Stadtteile Bieber und Bürgel haben viel gemeinsam. Sie sind attraktive Wohnstandorte für Jung und Alt. Beide verfügen sowohl über ein vielfältiges Versorgungsangebot als auch über gute Naherholungsmöglichkeiten. Mit ihrer kleinteilig gewachsen historischen Struktur sind sie Identitätsträger. Ihre vielen Vereine tragen zum lebendigen Charakter bei. Damit das so bleibt, sollen die beiden Ortsmitten gestärkt werden. Dies hat bereits der Masterplan als einen wichtigen Schwerpunkt definiert.

Und auch das Städtebauförderprogramm hat sich zum Ziel gesetzt, die beiden Ortskerne zusammen mit Bieberern und Bürgelern als attraktive Wohnorte und lebendige Versorgungsbereiche zu sichern und weiterzuentwickeln. Daher trägt das Programm in Bieber und Bürgel den Namen „Bieber Bürgel – Mitte machen“. Durch das Städtebauförderprogramm erhalten Bieber und Bürgel die Möglichkeit, Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Ortskernen sowie die Aufwertung öffentlicher Plätze und Ortsstraßen zu entwickeln und umzusetzen. Das Programm fördert auch bauliche Maßnahmen zur attraktiven Gestaltung der Versorgungsbereiche. Auch können Maßnahmen für mehr Grün in den Ortskernen umgesetzt werden. Die Sichtbarmachung des historischen Ortsbilds spielt ebenfalls eine große Rolle – beispielsweise können Anreizprogramme, unter anderem für Hauseigentümer, aufgelegt werden. Darüber hinaus ist ein Verfügungsfonds für die Vereine und die Aktiven in den Stadtteilen angedacht.

Insgesamt erhalten Bieber und Bürgel über zehn Jahre hinweg Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm, um diese Ziele und Maßnahmen umzusetzen. Voraussetzung hierfür ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) mit konkreten Projekten. Die Bürgeler haben 2017 bereits an der Erarbeitung eines solchen Konzepts mitgewirkt. Dieses soll nun vertieft und sukzessive umgesetzt werden. Für Bieber gilt es zunächst ein solches Konzept zusammen mit lokalen Akteuren zu erarbeiten und anschließend Schritt für Schritt umzusetzen.

Basis des ISEKs ist eine Bestandsanalyse, anhand derer Ziele für den Ortskern formuliert werden. Daraus werden konkrete, aufeinander abgestimmte Maßnahmen abgeleitet. Bei der Erarbeitung des Konzepts können Bieberer und Bürgeler ihr Wissen und ihre Ideen einbringen.

Das Förderprogramm „Lebendige Zentren“

Das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ unterstützt hessische Kommunen dabei, ihre Zentren lebendig und vielfältig zu gestalten. Mit Mitteln des Bundes und des Landes werden bauliche Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität, zur Sicherung der Versorgungsbereiche und auch zum Erhalt des baukulturellen Erbes gefördert. Eine wichtige Rolle spielt zudem der Klimaschutz und das Stadtgrün. Das Programm ist auch auf moderne Mobilitätsformen ausgerichtet. 

Die Grundlage der Programmumsetzung bildet ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (kurz: ISEK) mit Festlegung eines Fördergebietes und Zusammenstellung von Projekten, die innerhalb von rund zehn Jahren Laufzeit umgesetzt werden sollen.

Auch in Bürgel umfasst das Fördergebiet die historische Ortsmitte und die gründerzeitliche Erweiterung entlang der Langstraße.

Wichtige Pressemeldungen zum Thema:

Stand: 22. März 2021

Die Grafik zeigt Ideen zum Themenfeld Zusammenleben. Stadt Offenbach / Kokonsult
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