Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedecktC
Suche
Suche

Zigarettenkippe auf dem Gehweg
© Eva Hartnagel on Unsplash
In Deutschland werden pro Jahr etwa 106 Milliarden Zigaretten geraucht, weltweit sind es laut Weltgesundheitsorganisation sogar 5,6 Billionen - etwa zwei Drittel davon landen nicht im Abfall sondern auf dem Boden.

Eine Zigaretten-Kippe verschmutzt bis zu 1000 Liter Wasser

  • Neben dem Nervengift Nikotin wurden in Zigarettenkippen unter anderem Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gefunden.
  • Das Nervengift Nikotin wird aus den Filtern ausgewaschen und gelangt in Gewässer, wo es zu Gen- und Verhaltensänderungen von Fischen und anderen Wasserlebewesen kommt. Je nach Konzentration kann Nikotin für Fische sogar tödlich sein.

Nikotin ist giftig für Mensch und Tier

  • Kleinkinder stecken alles in den Mund - auch Zigaretten-Kippen, die achtlos auf den Spielplatz geschnippt wurden. Nikotin ist eine der häufigsten Vergiftungsursachen bei Kleinkindern. 
  • Die giftigen Stoffe sind nicht nur im Wasser schädlich, sondern auch eine Gefahr für Tiere an Land: Einige Vögel nutzen Kippen zum Beispiel zum Nestbau. In Vogelnestern konnten toxische Substanzen wie Nicotin, Schwermetalle, verschiedene Insektizide und Zyanid nachgewiesen werden. Diese Substanzen schaden den Tieren und haben negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung der Vögel.
  • Wenn Tiere die giftigen Kippen fressen, gelangen die Rückstände über die Nahrungskette letztendlich auch auf unseren Teller.

Filter werden zu schädlichem Mikroplastik

  • Zigarettenfilter bestehen aus dem schwer abbaubaren Kunststoff Celluloseacetat  - je nach Umgebung und kann es bis zu 15 Jahre dauern, bis sie sich zersetzen.
  • Sogar im Pack-Eis in der Arktis haben Forschende Celluloseacetat-Partikel von Zigarettenfiltern gefunden.
  • Zigaretten zersetzen sich zu Microplastik, dass in unsere Gewässer gelangt. Wenn Meereslebenwesen die Partikel fressen, kann das dazu führen, dass sie mit vollem Magen verhungern, denn das Microplastik enthält keine Nährstoffe.
  • In 70 Prozent aller Seevögel und einem Drittel aller Meeresschildkröten haben Forschende Zigarettenrückstände nachgewiesen.